Ein besonderes Weihnachtsgeschenk

Die Vorgeschichte
Wie viele wissen, sind wir im Sommer umgezogen. In ein Haus mit Geschichte, eine vertraute Umgebung und einen Garten voller geliebter Erinnerungen. Die Vormieter investierten über die zwei Jahrzehnte, über die sich ihre Haussuche erstreckt hat, mal mehr, mal weniger in die Suche - immer ein Stück weit davon abhängig, ob wir dieses Haus übernehmen würden, wenn sie sich ihren eigenen Traum vom Haus mit Garten erfüllen. Unsere Wechselbäder der Euphorie und der Zurückhaltung trafen sich oft so gar nicht mit den ihren. Und immer wieder betonten wir: "Ihr macht, was für Euch gut ist. Wenn ihr ein Haus findet, ist es toll, aber macht es nicht von uns abhängig." Wir hatten schon längst mit der Sache abgeschlossen, da kam im März der Anruf, dass sie ausziehen würden und wir den Mietvertrag übernehmen könnten. Erstmal ein Schock. Wir hatten es uns in unserer Wohnung gemütlich gemacht, wir waren dabei Schulen für kommenden Herbst auszusuchen und unser ganzes Leben fand mitten in der Stadt, statt über der Donau statt. Mit jedem ausgepackten Karton wuchs die Freude.

Nun sind wir angekommen. Ich bin zwei Jahre älter als die ehemalige Mieterin zum Zeitpunkt ihres Einzugs in dieses Haus vor 27 Jahren. Sie hatte drei Kinder, sieben, fünf (so alt wie die kleine Lady jetzt ist) und drei (so alt wie der kleine Lord jetzt ist) Jahre alt, und ich weiß noch gut, wie leer ihr Garten anfangs war. Ich weiß, wo sie eingekauft hat, wo sie spazieren ging, wohin sie die Kinder am Nachmittag zum Spielen mitnahm. Ich erinnere mich gut an die Sommerabende, an denen sie das Küchenfenster aufmachte, um den Kindern, die "Wir bestellen was bei dir" spielen wollten, selbstgemachtes Langos rauszureichen und an den Winternachmittag, an dem sie außer sich war, weil das mittlere Kind nicht von der Schule heimkam... es hatte beschlossen zu Fuß durch den kniehohen Schnee zu stapfen. In meinem Kopf ist ein Foto vom Größten, mit Rucksack auf den Rücken, eingepackt sind allerlei Habseligkeiten, oben drauf ein Schlafsack und sein aus Holz geschnitztes Gewehr - Ausziehen wird er jetzt, hat er gesagt, aber wir sollen nicht traurig sein. Und die Kleinste, die jede Woche einen anderen Grund fand, um "Schwindelgeburtstag" zu feiern und die besten Jausen überhaupt abstaubte... Ich weiß es so gut, weil ich dabei war.

Das (Miets-)Haus der Eltern zu übernehmen, hat etwas von einer Auszeichnung. Eine Auszeichnung kommt oftmals in Form einer Medaille und die hat bekanntlich mehrere Seiten. 

Abschiede sind schwer. Und damit meine ich nicht unbedingt unseren aus dem 17. Bezirk -obwohl wir vieles vermissen, waren wir dort noch nicht wirklich verwachsen. Zarte Wurzeln lassen sich ausgraben und verpflanzen, aber "alte Bäume verpflanzt man nicht", heißt es im Volksmund. Deshalb kam mit dem Abschied von diesem Zuhause auch ein Abschied von ihrem geliebten Garten für meine Mama. Die Erfüllung eines Lebenstraumes vom eigenen Haus mit Garten wiegt den Verlust des alten Liebgewonnenen nicht auf. Im ersten Moment zumindest nicht. Und ich bin mir sicher, dass beide Seiten zu Wort kommen dürfen müssen: Die Seite, die sich über das Neue freut und auch die, die dem Vertrauten nachhängt.

Der Marillenbaum
In unserem Garten steht ein großer Marillenbaum. Meine Mama wird ihn etwa vor 17-20 Jahren gepflanzt haben, nachdem ihr erster Marillenbaum eingegangen ist.
Alle zwei Jahre trägt er große, saftig-süße Marillen. Die meisten Äste streckt er weit in den Himmel, nur einer wächst seit Jahren seitlich vom Stamm weg und ragt in den Garten. Sobald der Frühlingswind die weißen Blütenblätter wegreißt und kleine, grüne Marillen zum Vorschein kommen, braucht der Ast eine Stütze, denn er trägt meist viele Früchte. Wenn es warm genug ist, um draußen zu spielen, muss man sich (besonders als Erwachsener) immer versichern, dass man nicht in diesen Ast läuft - er ist ausladend und wächst auf Brusthöhe... ideal, um sich den Kopf zu stoßen und eine Weile nachdem wir erfahren, dass wir das Reihenhaus übernehmen können, beschließen wir: der Ast muss weg.

Das Problem ist nur, meine Mama hat aus vielerlei Gründen einen besonderen Bezug zu diesem Ast und seinem Sinnbild - der Ast, der sich vom Stamm wegentwickelt und doch reiche Frucht trägt.

Aber ich weiß auch, dass dieser Ast hier nicht bleiben kann, wenn wir den Garten voll nutzen wollen. Es geht hier auch nicht um meine Mama und mich - da sind Kinder und ein Mann und die Tatsache, dass ich mit der Übernahme des Gartens auch die Verantwortung dafür übernehme. Und irgendwann im Laufe der Umzugsprozedur wurde uns beiden klar: Es wird okay sein, wenn der Ast weg ist.

Ich finde das Sinnbild des Astes aber schön und verstehe, dass es schwer ist, sich aus seinem Umfeld herauszulösen - ein Stück weit auch uns zuliebe, weil wir sonst niemals an diesen Mietvertrag gekommen wären.

Alte Bäume verpflanzt man nicht, trotzdem haben sie den Schritt gewagt und dafür bin ich meinen Eltern unheimlich dankbar. 

Das besondere Weihnachtsgeschenk
Den Ast haben wir schlussendlich im Sommer abgesägt - genaugenommen Sami, denn ich konnte das mit der ganzen Vorgeschichte dann doch nicht, obwohl ich absolut dahinter stehe (wortwörtlich, denn ich hab den Ast aufgefangen). Mama fand die Veränderung großartig.
Den Ast habe ich heimlich, still und leise im Keller verstaut und trocknen lassen.
Papa hat mir vor einigen Wochen Astscheiben davon abgesägt.
Ich wollte mit einem Holz-Brennkolben ans Werk schreiten, habe mich aber davor gedrückt, weil ich ein miserables Ergebnis erwartet habe.


...und dann kam Gerold, der mich über seine Schwester Gudrun in seinen Shop einlud, um mir den Laserservice von Modellbau G. Kirchert anzuschauen. Perfektes Timing. Perfekte Ausführung.

Mit dem Laser hat er mir einige Astscheiben beschriftet - die sinnbildlichen Früchte, die ein Ast tragen kann, auch wenn er sich vom Stamm wegbewegt, sind nun für immer in die Scheiben eingebrannt. Begriffe, die meiner Mama Kraft geben, Worte, die sie aufbauen und positive Erinnerungen in ihr wecken. Das war mir wichtig. Man erkennt nach wie vor die Jahresringe auf den Scheiben. Wie die Zeit doch vergeht, wie sind das Leben entwickelt.



Mit gebohrtem Loch und rot-weißer Schnur werden sie am 24. Dezember unter dem Baum liegen, auf den sie nach dem Auspacken gehängt werden. Der Christbaum wird heuer erstmals an neuer Adresse stehen, aber einen Teil ihres alten Zuhauses kann ich ihr mit diesem Geschenk mitgeben.

Und im Jänner, wenn wir alle zusammenkommen, werden Omas kleine Früchtchen hoffentlich alle auch noch ein paar Scheiben verzieren.



Fröhliche Weihnachten


Laserservice von Modellbau G. Kirchert

„Awwww!“, sagt Sami als er nachhause kommt und den kleinen Modellflieger entdeckt, den Gerold Kirchert mit für den kleinen Lord mitgegeben hat, „das Logo ist für mich eine Kindheitserinnerung.“ Er deutet auf das schlichte „GK“ in schwarzen, geometrischen Linien auf Stop-Schild-förmigem, orangenem Hintergrund, das er seit seiner Kindheit aus der Linzer Straße 65 im 14. Bezirk, unweit der Wohnung, in der er aufgewachsen ist, kennt.

So mancher Traum ist dort schon Realität geworden - Pläne, Visionen, manchmal Phantastereien, die durch die Hände kreativer Bastler Gestalt angenommen haben... und wie ihr aus den Worten schon erahnen könnt: Es ist einer jener Orte, an denen ich mich unheimlich wohlfühle, weil hier - bei Modellbau G. Kirchert - ein Flair des Machens, Erschaffens und Tüftelns in der Luft liegt.


Seit der Gründung im Jahr 1964 hat sich Modellbau G. Kirchert in der Branche zu einer festen Größe und einem Spezialisten in Sachen Modellbau entwickelt, zu dem erfahrene Modellbau-Fans pilgern, um sich Zubehör, Rat und Hilfe rund um das technisch herausfordernde Hobby zu holen: Leisten, Bretter, Bespannmaterial, spezielle Farben und Lacke, Teile aus Holz, Kunststoff oder Metall deren Verwendungszweck ich nur erahnen kann - es ist eine neue Welt für mich. Zwischen Modellbau-Schiffen und Flugmodellen entdecke ich Vertrautes: Ausschneidebögen. Der schiefe Turm von Pisa oder der Petersdom aus Rom kommen in mehreren Zentimeter dicken Packungen und müssen fein säuberlich ausgeschnitten und geklebt werden, um das kunstvolle Werk entstehen zu lassen. Wie meine bessere Hälfte schon bemerkt hat: (positiv besetzte) Kindheitserinnerungen - an einen geduldigen Opa, der das filigrane und penible Arbeiten geliebt hat. Über genau diese Interesse weckende Vorbildfunktion von Verwandten oder Bekannten fangen viele der Modellbau-Bastler-Karrieren an.
Was sich im ersten Moment vielleicht schrullig und retro anhört, bekommt einen ganz anderen Touch, wenn man sich dessen bewusst wird, dass Modellbau weit über Schiffe, Flieger, Autos und Eisenbahnen hinausgeht - hier werden ferngesteuerte Quadrocopter mit Videofunktion gebaut, an 3D-Drucker-Bausätzen finegetunet und dank der Profi Dynamic XL - sozusagen einem Kugelbahn-Bausatz für Große - kommt die Kugel wie von Geisterhand ins Rollen.



Laserservice
Mich lockt etwas ganz Besonderes in den Shop von Gerold Kirchert, denn dank moderner Lasertechnik kann er seit einiger Zeit individuelle Entwürfe rasch und einfach realisieren. Das gilt für eigene Modellbau-Entwürfe genauso wie für Leute wie mich, die spezielle Zuschnitte aus Holz, Acrylglas, Leder, Kork, Filz, Karton, Papier (da der Laser das Material verbrennt, können hier Schmauchspuren entstehen), ABS oder Polystyrol brauchen - die Möglichkeiten sind... WOW! ...so vielfältig, dass mein Herz vor Begeisterung Purzelbäume schlägt, als ich mir vorab auf Pinterest ansehe, was sich mit einem derartigen Gerät zaubern lässt. Hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingsprojekte, die sich allesamt mit dem Laser von Gerold Kirchert machen ließen.

Stellt Euch vor... Save-The-Date-Karten oder Hochzeitseinladungen aus Holz, kleine Holzteile wie Moustaches oder Tiere als Kartendeko, inspirierende und dekorative Sprüche für die Wohnzimmerwand, ein tolles Mobile, Ohrringe, Kettenanhänger und 1000 andere Dinge.

 



Parkettböden für das Puppenhaus einer Kundin

Schneeflocke aus Acrylglas - würde sich hervorragend am Christbaum machen

Modellhaus

Auch Leder kann gelasert werden

Personalisierte Brettljaus'n - tolle Geschenkidee für Opa




So funktioniert es
Ein gebündelter Lichtstrahl kann unterschiedliche Materialien schneiden und gravieren. Die Arbeitsfläche ist 813 mm x 457 mm groß. Im Gegensatz zum Fräsen, lassen sich bei der Lasergravur auch Bitmaps, JPGs und andere Pixelgrafiken verarbeiten. Um mit dem Laser auszuschneiden, werden auch hier Vektoren, also einfache Konturlinien, benötigt. Am sinnvollsten ist die Anlieferung der fertig aufbereiteten Daten in den Formaten cdr, dxf, dwg, ai und eps.
Der Preis setzt sich aus Datenaufbereitung, dem verwendeten Material und - first and foremost - der Maschinenlaufzeit zusammen. Preis pro Minute: € 1,50.

Ans Werk
 

In der linken Shop-Ecke spüre ich wohliges Werkstatt-Feeling und schaue Gerold Kirchert über die Schulter, während er sich geduldig der Umsetzung meiner Ideen widmet.
Zuerst lasert er mir Wörter auf mitgebrachte Astscheiben - was es damit auf sich hat, erzähle ich Euch in meinem nächsten Beitrag. Ich kann aus einer Fülle von Schriftarten wählen. Theoretisch ist jede Schriftart möglich, die auf dem mit dem Laser verbunden PC installiert ist. Es funktioniert auf Anhieb und ich bin restlos begeistert, da ich das Vorhaben mit den Astscheiben schon länger hege, nur immer an händisches Holzbrennen mit einem Brennkolben dachte, weil mir die Möglichkeit des individuellen Laserns zu einem vernünftigen Preis nicht bewusst war. Bis heute.


Als zweites Projekt darf ich mir einen eigenen Stempel wünschen. Mir schwebt seit einiger Zeit ein Stempel in Form einer Dahlie vor, "so eine wie die", sage ich zu Gerold Kirchert und zeige ihm ein Bild aus dem Internet, "nur manches hätte ich gerne als Kontur, dies und das flächig..." und ich merke schon selbst, dass mein Wunsch ein bisschen kompliziert anmutet. Tatsächlich nimmt sich Gerold Kirchert aber die Zeit, mir zu zeigen, welche Stückerl sein Laser spielt, damit ich Euch nun berichten kann: Das Bild IST jetzt ein Stempel! Zwei Stempel um genau zu sein, nämlich sowohl im Negativ als auch im Positiv: Einmal sieht man die Konturen und einmal die Flächen.

Damit ich ganz exakt damit arbeiten kann, lasert er den Umriss der Dahlie auch noch in zwei Acrylglas-Blöcke an der haargenau gleichen Position ein. Zuhause klebe ich die beiden Stempel auf die Blöcke. Am besten dafür geeignet ist meiner Meinung nach der Bastelkleber von Pritt - flüssig, riecht nach Leim, härtet durchsichtig aus. Dann geht es auch schon los mit dem heiteren Stempeln und soviel ist sicher: 2017 wird es viele Dahlien-Karten geben.
So wie alle anderen Stempel lässt sich auch dieser wunderbar mit Baby-Feuchttüchern reinigen (am besten Pampers, einige andere schäumen zu stark).



Für Eure individuellen Zuschnitte oder Gravuren mittels Laser kontaktiert Gerold Kirchert.
Wenn Ihr Euer Projekt persönlich besprechen wollt, rate ich zur kurzen Terminvereinbarung. Ansonsten könnt Ihr die Daten auch einfach per Mail senden und die fertigen Teile abholen. 



Modellbau & Kopierservice
G. Kirchert

Linzer Straße 65, 1140 Wien
E-Mail: office [at] kirchert.com

Öffnungszeiten
Montag – Freitag: 8 – 12 und 14 – 18 Uhr
Samstag: 8 – 12 Uhr


P.S.: So charmant, dass ich nicht anders kann, als es Euch zu erzählen: Gerold Kirchert bietet in seinem Modellbau-Geschäft auch einen Kopier- und Faxservice an. Aus einem einfachen Grund: "Warum denn nicht?" Er hat ein Faxgerät, er hat einen Kopierer. Es gibt Menschen, die weder Post noch Copyshop in der Nähe haben und genau die kommen dann zu ihm. Find ich so was von serviceorientiert und praktisch. Sollte es öfter geben.

 



P.P.S.: Außergewöhnliche Geschenkideen für Weihnachten und andere Anlässe findet ihr im Shop von Modellbau G. Kirchert für BastlerInnen ab 3 Jahren mit den Kartoffelstärke-Chips, für größere Kinder mit Star-Wars-Modellen aus Kunststoff zum Zusammenbauen oder oben erwähnten Ausschneidebögen und für die Größten mit Bausätzen für 3D-Drucker, Modellflieger und Co.



Sechs perfekte Weihnachtskekse

Ich habe gigantisch weirde Zitronenringe und Orangentaler ausprobiert, butter-overloadete Spritzkekse und steinharte Schweineöhrchen, Schokokipferl und Aniskekse, Nussbusserl und komische Mürbteigkekse mit marmeladegefüllten Mulden und bin bei so manchem todsicheren Klassiker eingefahren. Ich dachte schon, dass ich Kekse-Backen nicht mag, aber es stimmt nicht - ich mag nur grausliche, optisch missratene Kekse nicht. Und am allerwenigsten mag ich Kekse, die gut ausschauen und nach nichts schmecken. 

Darum: Sechs Kekse, die gut schmecken, einander geschmacklich und optisch gut ergänzen und Kekse, die zu guter Letzt deshalb bei mir punkten, weil sie entweder wirklich einfach sind ODER als einzige richtige Skill das sorgsame, dünne Ausrollen von Teig erfordern. 

Selbstverständlich habe ich sie nicht fotografiert... darum werde ich das nachholen und Fotos der fertigen Kekse nachliefern - in der Zwischenzeit gibt es ein paar Platzhalter-Fotos.

Das perfekte Keks
Auch bekannt als: Milchkekse nach Linzeraugenart

Meine Lieblingsausstechform: 
Für Kekse nach Linzeraugenart: kreisrund mit Wellen, Deckel mit Loch in der Mitte, Formgröße: ca. 4 cm Durchmesser
Für Taler mit Punschglasur: kreisrund, zirka 4cm Durchmesser
Eine kleine Liebeserklärung: Statt klassischen Mürbteigkeksen - mit Marmeladefüllung, Schokoguss oder im Linzeraugen-Style - mache ich seit Jahren die absolut himmlische Alternative: Milchkekse. Eine Woche nach dem Zusammensetzen haben sie so wunderbar von der Marmelade angezogen, dass sie im Mund zerfallen. Klassische Mürbteigkekse können da überhaupt nicht mithalten. Ich mache normaler Weise die doppelte Menge (hier unten ist fürs Erste die einfache Menge angegeben) und teile den Teig in eine Portion für Linzeraugenkekse und einen Teil für Punschtaler. Für zweitere Kekse backen, mit Marmelade zusammensetzen, in Punschglasur tunken und mit gehackten Pistazien bestreuen.

250 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
180 g Butter (ich verwende Margarine)
120 g Staubzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Salz
3 EL Milch

100g geriebene Nüsse (mische hier 80 g Mandeln mit 20 g Haselnüssen ODER 100 g Mandeln, nur Haselnüsse sind deshalb nicht so ratsam, weil sie eine Bitternote erzeugen)

Zutaten vermengen, 1 Stunde kühl stellen, hauchdünn ausrollen, ausstechen, sollte der Teig zu klebrig sein, gebt noch ein bisschen Mehl und Mandeln dazu, bis er sich gut ausrollen lasst - mit Gefühl. Damit mir der Teig nicht auf der Tischplatte klebt, rolle ich immer auf einem Backpapierbogen aus.
Ober-/Unterhitze: 170°C
Backzeit: ca. 7 Minuten, die Kekse sind noch hell (siehe Foto auf der Seite) und ein wenig weich, wenn sie fertig sind, härten nach dem Abkühlen vollständig aus, danach mit Marillenmarmelade zusammensetzen.


Tipp zur Marmelade: Aus Überzeugung verwende ich für Weihnachtskekse die ganz günstige Marmelade von Hofer im Plastikküberl - würde ich mir niemals aufs Brot schmieren, aber für diesen Zweck genau richtig. Marmelade in ein Mikrowellen geeignetes Geschirr geben und ca. 1 1/2 Minuten aufwärmen. Die Marmelade wird weich und lässt sich mit einem Kaffeelöffel auf die Kekse tropfen. Auch möglich: In der Apotheke nach der größten Spritze fragen, die Spitze ein bisschen abschneiden, sodass die Öffnung größer ist und mit der Spritze die Marmelade verteilen. Marmelade ein paar Minuten trocknen lassen und die Deckel auf die Kekse setzen.


Das britische Teekeks - österreichisch gepimpt
Auch bekannt als: Haferflockenkekse
Meine Lieblingsausstechform: Die einzig wahre, einzig mögliche Form sind kleine Häufchen
Eine kleine Liebeserklärung: Herrlich zu Tee und Kaffee, am köstlichsten kurz eingetunkt


125 g Butter (ich verwende Margarine)
250 g Haferflocken
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver
175 g Zucker (gerne auch Rohrzucker)
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
Saft 1/2 Zitrone
2 Eier
3 EL Milch

Butter in der Mikrowelle (oder am Herd) flüssig machen, Haferflocken und Butter verrühren, Mehl & Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zimt und Zitrone dazugeben, Eier und Milch hinzufügen und (am besten mit der Küchenmaschine verrühren.
Noch besser schmeckt es, wenn man klein geschnittene Cranberries (gibt es zB bei Hofer) hinzugibt. Ich habe es auch schon mit Rosinen, gehackten Mandeln und Schokoladestücken probiert - war alles nicht so lecker wie die Cranberries.
Mindestens 1/2 Stunde kaltstellen, sonst wird es eine klebrige Angelegenheit.
Den Teig mit einem Teelöffel in kleine Portionen teilen und in ca 1,5 cm große Kugeln rollen (verformen sich dann zu kleinen Häufchen, die aber sehr viel adretter aussehen, als würde man nur Häufchen auf das Backpapier setzen)



Ober-/Unterhitze: 180°C
Backzeit: ca. 25 - 30 Minuten

Farbliche und geschmackliche Alternative
Auch bekannt als: Mohntaler
Meine Lieblingsausstechform: kreisrunde Taler, zirka 4cm Durchmesser

Eine kleine Liebeserklärung: Eifreie Kekse - da traut sich sogar Uroma mit ihrer Angst vor Salmonellen zugreifen. Außerdem mag ich die geschmackliche Alternative zu den sonst oft sehr süßen Keksen.
250 g glattes Mehl
1/2 TL Backpulver
125 g Staubzucker

1 Pck. Vanillezucker
80 g geriebener Mohn

100 g geriebene Mandeln
125 g weiche Butter (ich verwende Margarine)
Füllung: Marmelade mit ein wenig Säure wie zB Brombeere (aus dem Garten) oder Ribisel (im 600g-Küberl bei Penny Markt)


Mehl und Backpulver mischen, danach mit den übrigen Zutaten zu einem Teig verkneten.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1/2 Stunde kalt stellen.
Teig dünn ausrollen - ca. 3 mm.
Ober-/Unterhitze: 180°C
Backzeit: ca. 10 Minuten

Kekse mit Marmelade zusammensetzen und (am nächsten Tag) zur Hälfte in Schokolade eintauchen.


WeihnachtsduftverbreitungskekseAuch bekannt als: Zimtsterne
Meine Lieblingsausstechform: Klassisch. Sterne.
Eine kleine Liebeserklärung: Beim Backen geht es oft um sinnvolle Restlverwertung. Oft braucht man mehr Dotter als Eiklar. Das Eiklar lässt sich dann zu wunderbaren Keksen, die viel Eischnee brauchen, verarbeiten - bei mir sind das Zimtsterne oder Toffifee-Kekse. Außerdem sind Zimtsterne glutenfreie Weihnachtskekse.
5 Eiweiß
450 g Staubzucker
500 g geriebene Mandeln
2 TL Zimt

1 Schuss Zitronensaft

Eiklar aufschlagen (laaaaange) und mit Staubzucker verrühren, 8 Esslöffel für die Glasur in ein Schüsserl geben, Mandeln, Zimt und Zitrone zum übrigen Eischneeteil geben.
Sterne ausstechen, mit der Glasur bestreichen.
Ober-/Unterhitze: 150°C
Backzeit: ca. 10 Minuten


The Munchies
Auch bekannt als: Toffifee-Kekse
Meine Lieblingsausstechform: kleine Berge
Eine kleine Liebeserklärung: Eine Entdeckung. Eine Offenbarung. Die Kekse hat eine Freundin mal zu einem My-Glorious-Videodreh mitgebracht. Sie sind so gut, dass sie es sofort in die Permanent Collection der Must Bakes geschafft haben. Übrigens auch toll zur Eiklarverwertung und mit glutenfreien Oblaten auch glutenfrei möglich.
3 Eiweiß
90 g Kristallzucker
200 g geriebene Haselnüsse - oder ein gleichwertiges Gemisch aus Haselnüssen und Mandeln
3 Pckg. Toffifee
45 Backoblaten mit ca. 4cm Durchmesser

Eiweiß und Zucker fest (mittelfest - steif genug, um die Schüssel umdrehen zu können, aber viel fester muss es wirklich nicht werden) schlagen, Nüsse unterheben. Eine weiche Masse entsteht - trotz der Konsistenz versuchen, einen Kleks auf die Handfläche zu bekommen, die etwa 1cm dick ist und 6cm im Durchmesser. Toffifee mit der abgeflachten Schokoseite auf die Oblate legen und die Eischnee-Nuss-Masse darüberstülpen, sodass das Toffifee gut verpackt ist. Ist es nicht gut verpackt, schmelzen Schokolade und Karamell, rinnen heraus und werden hart.
Ober-/Unterhitze: 170°C
Backzeit: ca. 25 Minuten


Happy Baking!

Danke fürs Vorbeischauen.

P.S.: Heuer werde ich all diese Kekse als glutenfreie Weihnachtskeks-Variante backen und dazu Buchweizen- & Reismehl mischen. Da einige der Kekse statt Mehl nur Nüsse enthalten, denke ich, dass auch die drei Zöliakiekranken in der Familie eine wirklich leckere Weihnachtskeks-Auswahl haben werden.