Movember is coming

Kartenpapier: Gmund Act Green

FSC Brown 300g/m²


Dieser Blog ist wie eine Männergeburtstagskarte... man kommt auch ohne große Worte aus.




Kartenpapier: Gmund Vice Versa Humus 300g/m²




In diesem Sinne: "Grow a mo, save a bro"

P.S.: Die Metallschablonen habe ich bei Hobbycraft gekauft - DIE JETZT AUCH NACH ÖSTERREICH LIEFERN! - und mit der Sizzix Big Shot ausgestanzt.

Danke fürs Vorbeischauen!

Birthday Wishes | Geburtstagswünsche

Es müssen etwa vier Monate vergangen sein, in denen ich keine Karten gemacht habe. Aber jetzt. Neues Zuhause, neue Inspiration. Die gemusterten Papiere sind diesmal komplett aus England, wo Scrapbooking und Cardmaking ein viel, viel größeres Ding als bei uns sind - folglich ist auch die Auswahl groß.








Besitz, Besinnung und ein Plan

Besitz ist so eine Sache... man findet etwas (im Geschäft), man findet es toll, man will es haben. 
Man hat es,...
...man mag es. 
Man findet ein zweites,...
...man findet es toll,...
...man will es haben.
Man hat es,...
...man mag es. 
Manchmal ein bisschen zu sehr, um es zu verwenden.
Dann bekommt man noch eins, weil jemand gesehen hat, dass man so ein ähnliches schon hat und man es ja offenbar gern mag.

Irgendwann hat man so viele davon, dass man etwa 10 Bananenkisten, 5 große IKEA 65-Liter-Samla-Boxen mit Stoffen, 8 kleinere Boxen, eine 15 Zentimeter hohe Kiste nur mit Geschenkpapierbögen und unzählige anderen Umzugskisten mit Kleinteilen braucht, um das ganze Schöne zu transportieren.

In den Umzugsmonaten dachte ich, ich ersticke. Ich ersticke an dem ganzen Zeug - das ich wollte, weil es mir Freude gemacht hat und von dem ich dann immer mehr wollte, weil es auch anderen Freude bereitet hat. Und immer wenn es Geld gebracht hat, habe ich wieder welches in die Mühle hineingeworfen.

Wenn man viele Abende um neun, zehn, elf am Abend in der Wohnung steht und die vielen heiklen Einzelteile zu verpacken versucht und nicht und nicht weiterkommt, ist man versucht, riesige schwarze Müllsäcke aufzuschütteln und alles hineinzuwerfen.
Ich habe in der Zeit wirklich mit mir gehadert - wie viel Geld, wie viel Zeit, wie viel Energie ich in all das investiert habe - und habe mich oft gefragt: "Soll ich das Basteln, das Kartenmachen, das Nähen,... aufgeben? Kann ich das überhaupt? Macht mich das glücklicher oder unglücklicher? Warum mache ich das überhaupt?"
Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob es mir fehlen würde. Was ich aber weiß: Die Zeit es herauszufinden, ist noch nicht gekommen. Im Zweifel oder einer Durststrecke aufzugeben ist nie vernünftig. Was dann bliebe, wären nur noch mehr Zweifel über das eigene Durchhaltevermögen.
Also bin ich zur Kernfrage zurückgekehrt: Warum mache ich das überhaupt? und auf die einzige Antwort gestoßen, die etwas zählen sollte...
 


Weil ich es will! Ich möchte mich mit Kreativität im weitesten Sinne befassen - mit meiner, der anderer, ich will unseren Kindern helfen, ihre kreative Ader zu entdecken, sie mit Materialien, Formen, Farben, Texturen und Techniken vertraut machen. Ich will selbst noch vieles herausfinden. Wie funktioniert dies und das - wie geht es nicht? Ich will versuchen Dinge selbst zu machen, bevor ich in ein Geschäft gehe, um sie dort zu kaufen - manches kann ich selbst, manches nicht und ich will Geld vernünftig ausgeben. Vernünftig heißt aber auch, einsehen, dass manche Dinge viel Geld kosten - und dass sie es wert sind!
Meistens ist Selbermachen billiger, manchmal ist es teurer und manchmal kostet es gleich viel. Individualität hat ihren Preis und genau darum geht es wahrscheinlich bei diesem - meinem - ganzen Projekt veronicard: Wann leiste ich mir Individualität und wann nicht.


Und mit meiner Entscheidung für das Basteln ist auch eine zweite gefallen: Es darf nichts mehr dazukommen, bis die Reserven auf ein Drittel geschrumpft sind. Ja, genau: Ich kauf nix - wie Nunu Kaller - nur dass es bei mir nicht um Mode, sondern um Bastelmaterialien und -werkzeug geht.

Sticking with the plan
Auch wenn sich der Vorsatz sofort gut angefühlt hat, musste ich noch die lähmende Vergiftung, die sich während des Packens breit gemacht hat, aussitzen, bevor ich alles wieder ausräumen und den größten der drei Kellerräume für mich erobern konnte (und genaugenommen ist noch gar nicht alles ausgepackt). Aber genau dort sitze ich jetzt seit zweieinhalb Wochen gelegentlich und fühle mich dem nachhaltigen Upcycling-Gedanken, dem Wertschätzen, dem Wiederverwenden, dem Aufwerten und Nicht-gleich-wegwerfen viel näher als je zuvor.
Meine erste Amtshandlung? Lavendelsackerl für Stoff- und Kleiderboxen nähen, aufgegangene Nähte in 3 Kleidungsstücken nähen und einige Meter Tüll in ein neues Tutu (Ballettrockerl) für die Verkleidungskiste der kleinen Miss verwandeln.

Auch die Kinder durften die Pfaff zum Rattern bringen und haben sich "Schatzsackerl" genäht - die Kinder einfach mal lassen machen, auch wenn dadurch mehr Kleber verwendet wird als eigentlich nötig, sie schneiden lassen, auch wenn der Bogen dann nicht mehr zu gebrauchen ist und nicht immer "Nein, ich mach das lieber" sagen... ich denke, das sollte Teil meiner Bastel-Entschlackungsphase sein.

Der Stresstest
Natürlich wurde ich auch schon getestet - ich musste eine Stampin-Up-Partyeinladung ablehnen, was mir nicht leicht gefallen ist. Aber innerhalb einer Woche sind etwa 15 neue Kartendesigns entstanden, bei denen ich nun schaue, was in Serie gehen wird und was nicht.
Die großen Prüfungen steht mir allerdings erst bevor - der schon geplante Trip nach England, wo der Shoppingwahn in der Regel seinen Höhepunkt erreicht, wird keinen Besuch bei meinem Geschenkpapierdealer inkludieren ("...und führe mich nicht in Versuchung...").
Außerdem findet von 20.-23. Oktober die Ideenwelt - eine Messe für Bastler und Selbermacher - statt, die ich schon ohne Verzichtsregeln immer gemieden habe. Vielleicht ist es aber sogar leichter, die Ideenwelt zu besuchen, wenn man gar nicht mehr den Stress hat, sich zwischen vielen Dingen zu entscheiden, sondern die Messe beim Namen nimmt und sie als eigene Welt voller Ideen versteht.


Zwei Ausnahmen...
...wo es Regel gibt, braucht man Ausnahmen. Sie Euch hier zu sagen, ist Teil des Detoxings - wenn ich sie nicht niederschreibe, halte ich mich nicht dran. Im Selbstbescheißen bin ich Weltklasse.
Also: erlaubt sind 1. nur bewusste Einkäufe für bestimmte Projekte, die auch sofort umgesetzt werden - in 2 Wochen kommt eine Freundin zum Türkranz machen und ich besorge ihr vorab das Material... aber eben nur für sie und nicht noch dies und das für mich. Die 2. Ausnahme sind Verbrauchsmaterialien, die ich brauche, um den vorhandenen Materialberg zu verkleinern: Kleberoller, Fotokleber, Bastelkleber für die Kinder. Sollte die Schneidemaschine in dieser Zeit stumpf werden, darf ich mir die Ersatzklinge kaufen. Das war's. Sonst muss improvisiert werden.


Wrapping it up
Ich schreibe Euch gerne - in meinen Gedanken noch viel öfter als in der Realität (und sehr oft zu ganz anderen Themen als Basteln) - und auch das gehört zu mir dazu und zu der Phase in meinem Leben, in der ich, als Mama-Funktionärin, nicht jeden Abend raus, raus, raus kann (und will), sondern in der ich mich auch gerne zurückziehe, um in ein paar Stunden etwas Neues zu erschaffen, das mich einen langen Tag mit einer fertigen Sache abschließen lässt, an dem so viel unfertig geblieben ist: die Wäsche, das Aufräumen, die To-Dos, die Arbeit, die unbeantworteten SMS. Aber wenn dann so eine fertige Karte vor mir steht, denk ich: "Ja, es geht was weiter."

DIY-Challenge #61: IKEA-Hack-Lampe mit dem SKURAR Übertopf


SKURAR ist ein Übertopf (für Blumen) und ein Windlicht (für Kerzen). Ein sehr schöner/s sogar. Mit viel Musterung oder auch weniger, groß, mittel und klein. Von € 1,99 - € 5,99. Und weil die Serie so hübsch ist, darf sie bei uns als Lampe fungieren.

Gesehen haben wir diesen IKEA-Hack auf Pinterest und rühmen kann ich mich der Realisierung dieses Projektes leider keineswegs, denn viel mehr als angeschafft ("Nein, das muss höher rauf", "Du ich glaub wir brauchen noch 2 oder 3 mehr",...) habe ich diesmal nicht. Koordinator - auch eine Jobdescription.

Wir haben 7 SKURAR items bei IKEA gekauft:
2x SKURAR Windlicht 22cm, je € 4,99

2x SKURAR Kerzenhalter 11cm, je € 1,99
2x SKURAR Übertopf 15cm, je € 2,99
1x SKURAR Übertopf 18cm, je € 3,99



Goldene Fassungen gibt es bei vielen Baumärkten. Wer genau diese hier will, wird zB bei Hornbach fündig und bezahlt ca. 3 Euro/Stück. Langes (weißes) Kabel und einen Kabeldeckel (dieses Hütchen unter dem die Kabel an der Decke versteckt sind) bitte gleich auf die Einkaufsliste schreiben.



Topf umdrehen und am besten in eine Kartonbox stellen, denn die gleich entstehenden Metallspäne wollt ihr ganz bestimmt nicht am Boden liegen haben. Mit dem Metall-Lochsäge-Aufsatz für die Bohrmaschine vorsichtig Löcher in der Größe der Fassung in den Boden der Töpfe bohren/schneiden/fräsen. Räusper: Wer wie wir meint, das mit dem Holz-Lochsäge-Aufsatz erledigen zu können, wird mit hartnäckigem Verschmorungsgeruch und einem nachher nicht mehr verwendbaren Lochsäge-Aufsatz leben müssen. Es geht - gut ist es nicht.
Fassungen einschrauben. Verkabeln. Wenn ihr gar nicht wisst wie das geht, schaut Euch dieses Youtube-Video an - ab Minute 5:10 wird's für unsere Fassung spannend.


An der Decke montieren:
1. Sicherung rausnehmen
2. Aus der Decke kommen im Normalfall 3 Drähte - einer ist die Erdung (meist gelb-grün gestreift), einer ist die Phase, die den Strom liefert (braun oder schwarz) und der dritte ist der Nullleiter.

3. Lüsterklemme montieren, falls noch nicht vorhanden, dazu die Schrauben nur so lockern, dass man die Drähte hineinstecken kann.
4. Die Drähte aus dem Lampenkabel mit denen aus der Decke über die Lüsterklemme verbinden. Nach der Farbe-zu-Farbe-Regel vorgehen und auch die Reihenfolge beachten: zuerst die Erdung, dann den Nullleiter und erst am Schluss die Phase. Danach die Schrauben der Lüsterklemme festziehen.
5. Kabel - in unserem Fall sind es 7 zusammenlaufende Kabel - im Kabelhütchen verstecken. Vermutlich werdet ihr die Öffnung am Kabelhütchen vergrößern müssen, weil 7 Kabelstränge natürlich einen anderen Durchmesser haben, als das übliche eine Kabel hat, das da normaler Weise hinein muss.
6. Sicherung wieder einschalten oder einschrauben... tata. Der Moment der Wahrheit.



Allen, die das auch ausprobieren wollen, wünsche ich gutes Gelingen und allen anderen: bis zum nächsten Mal.

Danke fürs Vorbeischauen.