DIY-Challenge #55: Unterspulenkiste

Folgendes ist passiert: Bereits zwei Mal hat meine Farbverliebtheit meinen Verstand ausgeschalten und ich habe mir bei Hofer diese Nähsets gekauft. Nun, grundsätzlich ist gegen selbige nichts einzuwenden: Man bekommt auf einen Schlag ein buntes Sortiment Nähseide mit farblich abgestimmter Unterspule - so weit, so gut. Doch 1. ist die Qualität genau die, die man sich von dem Preis erwarten darf (viel Abrieb staubt in die Nähmaschine, schoppt sich beim Nähen zusammen und reißt dann ab) und 2. ist nicht wahnsinnig viel auf so einer Spule drauf - eine wahnsinnig umfangreiche Näharbeit schafft man damit also ohnehin nicht. ABER, und das war bislang immer das schlagende Argument, es ist sehr günstig und muss ich mal einen Knopf annähen, kann ich mir fast sicher sein, dass ich die richtige Nähseidenfarbe dazu zuhause habe. (Ich sage also nicht: nicht kaufen, sondern eher: überlegt kaufen und wissen, worauf man sich einlässt).

Wie dem auch sei. Der Plastikkoffer, in dem die Spulen sind, zerbricht leicht - zwei Mal gekauft, zwei Mal runtergefallen, zwei Mal zerbrochen - und weil es nicht angehen kann, dass die Spulen im völligen Durcheinander in einer Ersatzschachtel hausen, habe ich das nun mit einer alten Weinkiste gelöst:



Das Massaker

Antinori-Kiste
(noch aus meiner Schulzeit - oh boy!)

Ich Sünder! Hab reingebohrt. In das mindestens 16 Jahre alte Stück.
5er Bohraufsatz...

...damit das 4mm Rundholz, angespitzt mit dem Spitzer
und mit Raus-Rutsch-Sicherung durch einen Sektkorken (an beiden Stäbchenenden),
durch das Loch passt.

In Reih und Glied aufgefädelt


Unten 2 Etagen Nähseide, Nadeln und sonstiges Zubehör.

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Baby Girls and Baby Boys


Ein immer wieder schönes Thema und ein herrlicher Anlass, um neue Karten entstehen zu lassen: Wenn man einen kleinen Neuankömmling begrüßen darf.

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DIY-Challenge #54: Löwenmähne und Tigerohren

Foto von Löwenmutter M. zur
Verfügung gestellt

Richtig gefährlich sein und dabei nicht in einem hochgeschlossenen Kostüm vor Hitze vergehen - das ist die Idee hinter der heutigen veronicard DIY-Challenge.
(Faschings-)Kostüme sind oft sehr süß, fast immer sehr teuer und leider viel zu oft aus unangenehmen Materialien, die entweder kratzen oder in denen man schwitzt. Oder aber, es gibt genau das, als was die kleinen Ladies und Lords gehen wollen, nicht (in der passenden Größe) zu kaufen.

Ganz egal was der Grund war - ich wurde jedenfalls letzten Fasching gefragt, ob ich eine Löwenmähne machen könnte. Und nach ein bisschen Tüfteln für die praktischste Lösung, entstand diese Mähne...



Der breite Gummizug passt die Mähne dem Kopfumfang an.
Obwohl die Mähne für einen Kinderkopf gemacht ist, konnte auch ich sie mir
probeweise aufsetzen. So wird euer Kostüm langlebig und kann für mehrere
Kinder eingesetzt werden.

Zwar nicht bestellt, aber doch noch geschwind dazugemacht: der Löwenschwanz.
Kann ohne Nadeln (wichtig beim wilden Spielen) fixiert werden.
Ein 5mm Gummiband um den Bauch/die Hüften des Löwen hält den
mit Füllwatte ausgestopften Schweif fest.



Und so habe ich's gemacht:

1. Kopfumfang messen
2. Filzschlauch von ca 7cm Breite nähen, Länge = Kopfumfang-7cm (statt der letzten 7cm wird ein etwa 2cm breites und 5cm langes Gummiband statt des Stoffes eingenäht. Dadurch, dass das Gummiband nur 5cm lang ist, euch aber noch 7cm auf den Kopfumfang fehlen, entsteht ein Zug. So passt sich eure Mähne der Kopfgröße an. Ihr könnt den Stoffteil auch länger machen und nur ein 3cm langes Gummiband einnähen, dann habt ihr zwar weniger Spielraum was die Größe betrifft, die Mähne geht aber um ein größeres Kopfstück herum, verdeckt also mehr vom Hinterkopf)

3. Ohren zeichnen, ausschneiden, rechts auf rechts nähen und umstülpen, für die Innenseite der Ohren habe ich "Teddybärenfell" verwendet, außen Filz

4. Ohren auf den Filzschlauch mit Falte im unteren Ende aufnähen

5. vom HINTEREN Teil beginnend die Schlaufen aus Filz entweder einzeln oder (schneller) in Gruppen aufnähen. "In Gruppen" heißt: ihr schneidet ein längeres Stück ab, faltet es in der Mitte, die offenen Kanten liegen unten und von oben schneidet ihr in den Stoff bis 1,5 cm vor der unteren Kante ein. So erhaltet ihr Schlaufen, die noch zusammenhängen. Ganze Gruppe aufnähen.

Punkt 5: "In Gruppen" nähen
6. 2., 3. und 4. Reihe der Mähne nähen, dabei wandert ihr immer weiter nach vorne, versetzt die Mähnenreihen immer um etwa 1-1,5cm. In der vordersten Reihe, also der Reihe, die man sieht, wenn man die Mähne von vorne ansieht, solltet ihr auf die Mischung der Farben achten.

7. Gummiband einnähen. Fertig

Dauer: 1 1/2-2 Stunden
Kosten: 7-15 Euro*

* Wie bei sehr vielen Projekten ist es schwer ein Preislabel anzuhängen. Es kommt natürlich darauf an, was ihr zuhause habt, denn da ihr keine großen Mengen braucht, könnt ihr hier auch gut Stoff- und Gummireste verwenden. Wenn ihr all das Material und die Nähseide neu kaufen müsst, schraubt sich der Preis natürlich in die Höhe.


Der Tigerohren-Tipp:
Wenn ihr keinen Löwen, sondern einen Tiger zuhause habt, nehmt orange-farbenen Filz, (hier) Frottee oder Stoff, den ihr greifbar habt, näht ihn rechts auf rechts auf die Innenseite der Ohren - hier "Teddybärenfell", stülpt ihn um und malt mit schwarzem Permanentmarker (Edding-Stifte oder Sharpies eignen sich besonders) die Tigerstreifen auf.

ACHTUNG: bevor ihr zu nähen beginnt, prüft auf einem Stück des Stoffes aus, ob der Marker eh nicht verrinnt, sonst beißt ihr euch nachher in den Hintern!

Mit wenigen Nadelstichen könnt ihr die Ohren auf einen dünnen Haarreifen aufnähen, der später wiederverwendet werden kann.




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