Therapiepuppen für Kinder

Vor 10 Monaten wurde ich zu einem besonderen Projekt herausgefordert. Eine ganz liebe Freundin, deren persönliche und fachliche Meinung in Sachen Kindersorgen ich sehr schätze, bat mich für ihre Psychotherapie-Praxis Handpuppen für die Therapie mit Kindern zu entwickeln. Bei der Ideen-Recherche stieß ich rasch auf... nichts. Offenbar gibt es keine namhafte Adresse, an der man Handpuppen mit ausdrucksstarker, negativ besetzter Mimik bekommt. Trauer, Zorn, Eifersucht, Angst, Entsetzen, Verstohlenheit,... große Worte, mit denen Kindern oft wenig anfangen können. Doch Kinder können viel aus der Mimik anderer lesen und Ausdrücke wiedererkennen, wenn sie aus einer Reihe an vorgegebenen Gesichtern wählen können.

Die Puppen sollten ausdrucksstark, leicht für Kinder zu halten und zu bewegen sein und in ihrem gruseligen Aussehen doch eine Vertrautheit haben. Nicht nur die Gesichter sollten Gefühle auslösen, auch die Wahl der Materialien geschah nicht zufällig. Dunkle, triste Stoffe mit interessanten Strukturen, mit und ohne elastischen Anteilen, mal (außen) kratzig, mal weich.

Es klingt scheußlich und eigentlich sollte es das aus sein, aber gleichzeitig freue ich mich über das Feedback, das ich letzte Woche bekommen habe: Die Kinder lieben die Puppen und sie sind täglich im Einsatz, während andere Materialien links liegen gelassen werden.
Wegen der guten Annahme durch die Kinder, wurde das Set nun durch ein paar freundliche Puppen komplettiert.

Die Puppen sind, je nach Material, mit 30°-40°C waschbar.





Auch für andere Therapie- und Praxisgegenstände konnte ich ein bisschen Nähmaschinen-Magic vollbringen.

Vorher: Die alten Kasperl-Figuren



Nachher: ...in neuen Gewändern
(die Hexe hatte leider schon in der Praxis zu tun als dieses Foto geschossen wurde.
Sie hat neue Augen aus schwarzen Kugeln (0,5cm-Durchmesser) 
und ein neues kariertes Kleid mit Schürze bekommen)







Kleinteile für Da und Dort
neue Vorhänge für das Puppenhaus

ein neuer Polsterüberzug für das Puppenbett

Sitzkissen und -überzüge für die Kindersessel
 
Sitzkissen und -überzüge für die Kindersessel

Matratze, Polster und Decke mit Bezügen für das große Puppenbett

Die Therapiepuppen entstanden in Zusammenarbeit mit der Wiener Psychotherapeutin Margit Güttersberger. Sie ist Psychotherapeutin (in Ausbildung unter Supervision) mit der Zusatzausbildung für systemische Familientherapie und bietet Einzel- und Familientherapie, Paartherapie sowie Therapie für Kinder und Jugendliche an. www.psychoweb.at




Sie brauchen auch traurige Handpuppen?
Sie können gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Very Beary | Herrlich Bärlich

We are currently living between the seasons. The golden fall has lost its colour and the magic of Christmas time, that makes winter easier to bear, has not yet arrived. Well, at least not here in Austria. Even the birthdays in our family seem to be so far away, that we just have to make our days prettier ourselves by making very merry beary cards that shout out to the world: it's time to curl up, stock up and prepare for winter sleep. 
Xmas Wooden Bear Toppers came in a 6-pack from Hobbycraft.

* Wir leben gerade zwischen den Jahreszeiten. Der goldene Herbst hat seine Farbe fast verloren und die Weihnachtszeit, die den Winter erträglicher macht, ist noch nicht wirklich da. Zumindest bei uns in der Familie gibt es keine Geburtstage weit und breit, da heißt es: sich selbst die Tage schöner machen - mit Karten die herrlich bärlich sind und irgendwie verraten: Einigelzeit, Vorratsammelzeit, Winterschlafvorbeitungszeit.
Die hölzernen Bären habe ich bei 
Hobbycraft erstanden.

Übrigens: frisch vom Schreibtisch, sind diese Einzelstücke noch zu haben - je 3,8€ oder 21€ für alle 6 (zzgl. Versand). Die Karten kommen eincellophaniert mit dem passenden Kuvert.











Thank you for stopping by!

* Danke fürs Vorbeischauen!


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Sonnenblumen von Artoz

Wer den trüben Herbst und den bitteren Winter nicht durchlebt, weiß den Duft des Frühlings und die Wärme des Sommers nicht zu schätzen.

In diesem Sinne: die letzte Erinnerung an den Sommer...
...mit den handgemachten Sonnenblumen-Artwork-Stickern von Artoz.







Danke fürs Vorbeischauen!

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DIY-Challenge #50: Masch mit! Strick- und Häkelprojekte für einen guten Zweck

Foto: pixabay | Counselling, Ulrike Mai
Du hast ein Großprojekt mit 20 Knäuel gestrickt, doch jetzt sind zwei übrig geblieben - das passiert handwerklich Kreativen ständig. Wollreste führen ein Schattendasein - sie brauchen Platz, sind zu schön, um sich von ihnen zu trennen und reichen doch nicht mehr für ein ganzes Projekt.

Doch! Das tun sie und zwar sogar für ganz wunderbare Projekte mit karitativem Zweck.


Drei Aktionen, die sich über maschenhaft Unterstützung freuen, stelle ich euch heute vor. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen kann hier jeder einen tollen Beitrag leisten:


DIE GRÖSSTE DECKE (OBER)ÖSTERREICHS
Schwierigkeitsgrad: leicht, Wollmenge: Wollreste
Die Caritas Oberösterreich hat das Projekt “Soll i? Trau‘ di! Solidarisch leben." ins Leben gerufen, das Solidarität gegenüber Menschen in schwierigen Lebenslagen bekundet. (Zunächst) Sinnbildlich dafür entsteht die größte Patchwork-Decke Oberösterreichs, die im Dezember 2015 wieder in ihre Einzelteile, nämlich viele einzelne Decken, zerlegt wird und Menschen in den Einrichtungen der Caritas wärmend zugute kommt: in Flüchtlingshäusern, Seniorenwohnhäusern, Wohneinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen etc.

Wer noch mitmachen möchte, greife in seine Wollreste-Kiste und stricke oder häkle eines oder viele Quadrate in den Maßen 20 x 20 Zentimeter. Das Muster spielt keine Rolle, wichtig ist nur, dass die Wolle waschbar ist.

Tipp: Zettel mit der Waschanleitung (Waschbar im Wollprogramm/kalt, waschbar bei 30°C warm, maschinenwaschbar, etc.) an das Quadrat anheften, dann können die Näherinnen in St. Elisabeth, die die Quadrate vernähen entscheiden, wie die Stücke am besten verbunden werden können. Je pflegeleichter, desto besser.

Die Quadrate können bis 6. November 2015 bei den SPAR-Caritas-Märkten sowie in den CARLA-Geschäften in Linz abgegeben werden:
Spar St. Florian (Stiftstraße 19)
Spar Alberndorf (Hauptstraße 24)
Spar Wels (Vogelweiderstraße 9)
CARLA Linz (Baumbachstraße 3)
CARLA Braunau (Salzburger Straße 20)

ODER PER POST an folgende Adresse geschickt werden:
Caritas für Menschen mit Behinderungen, St. Elisabeth
Leondinger Straße 20
4020 Linz



ENDLICH UNTER DER HAUBE
Schwierigkeitsgrad: laut Web-Anleitung leicht, hat man die erste Haube geschafft, gehen die weiteren einfach von der Hand, Wollmenge: Wollreste
"Das Große Stricken" ist schon seit Jahren nicht aus den Kühlregalen wegzudenken. Seit 2010 rufen die Macher der Innocent Smoothies dazu auf, Mützchen für die fruchtigen Drinks zu stricken, zu häkeln oder zu filzen und haben seither etwa 888.425 Mützchen von StrickerInnen und Häkelbegeisterten erhalten. Pro Mützchen gehen 20 Cent zugunsten älterer Menschen in Österreich an die Caritas, die damit unter anderem Mietzuschüsse, Heizkosten und Arztbesuche finanziert. Anleitungen, Ideen und einen Kosmos, der die handarbeitsfreudigen Menschen der Nation verbindet, bietet die liebevoll gestaltete Homepage, die zum Mitmachen verleitet.

Die Aktion gibt es auch in Deutschland - hier gehen die 20 Cent pro Mützchen an das Deutsche Rote Kreuz.


WÄRMENDE DIREKTHILFE
Schwierigkeitsgrad: leicht, mittel, fortgeschritten - je nach Projekt, Wollmenge: je nach Projekt 2 Knäuel aufwärts
Die Initiative "Hans im Glück" besteht ebenfalls bereits seit einigen Jahren und möchte Obdachlosen etwas Wärme schenken. So funktioniert das Mitmachen: Ihr sucht euch unter den teilnehmenden Organisationen eine aus und schaut was aktuell benötigt wird (meist Socken, Mützen, Schals, Handschuhe, Pullis etc.) - die genauen Infos findet man auf www.facebook.com/strickenfuerobdachlose/notes. Das Endprodukt soll alltagstauglich sein - ideal ist eine Wolle von guter Qualität, die maschinenwaschbar und strapazierfähig ist ohne zu kratzen. Wer sein Stück Wärme, in möglichst dezenten Farben, fertig gestrickt hat, schickt es bitte mit dem Vermerk „STRICKAKTION HANS IM GLÜCK“ an eine der angegebenen Adressen.



Ihr kennt das Sprichwort: Das Beste kommt immer zum Schluss. Bei diesen drei Aktionen holt ihr das Meiste aus euren Wollresten heraus und unterstützt gleichzeitig wertvolle, nachhaltige Aktionen.



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Die Zeit zum Basteln finden

Man mag es glauben oder nicht - Basteln ist nicht mein Job (jedenfalls nicht der, der mir den Virginia-Pfefferschinken aufs französische Baguette zaubert). Handwerklich kreativ zu sein, hat als Hobby begonnen und ist mir über die Jahre ans Herz gewachsen. Biologisch gesehen haben wir uns von einer Wirt-Gast-Beziehung zu einer Symbiose entwickelt: Das Kreative baut mich auf und das Hobby ist nicht mehr das Fass ohne Boden, das es zu Beginn war, sondern erhält sich selbst. Vielleicht ist es dann kein Hobby mehr, sondern viel mehr ein Nebenjob, ich weiß es nicht - das Basteln und ich haben immer wieder Definitionsprobleme.

Ich bin nun mal nicht in erster Linie DIY-lerin. Ich bin 2-fache Mutter, Ehefrau, Berufsstatus: Selbstständig, habe eine große Familie, wo ich die Aktivität meiner Lebensgeister genauso oft beweisen muss, wie in meinem Freundeskreis, bin zu einem Gutteil für den Haushalt zuständig, sitze an Krankenbetten und so weiter - ganz normales Leben also. Platz für Hobbies hat man nicht, man muss ihn sich bewusst schaffen.

Mit den Händen zu arbeiten erdet unheimlich. Das wird ein Häuslbauer genauso wie Gärtner sagen und ich behaupte es auch. Es bringt mich in die Mitte und macht mich ruhig, mit meinen eigenen Gedanken oder auch in der Gedankenlosigkeit gelegentlich allein sein zu dürfen. Ich brauch das. So wie andere ihren täglichen Sport, ihr Fußballmatch, ihre Spa-Besuche, den wöchentlichen Frisör, die regelmäßige Maniküre, das Magazin-Abo, die Waldspaziergänge, das Zusammensitzen mit Freunden, das Fortgehen, tonnenweise Bücher,... Ich muss immer schmunzeln, wenn ich gefragt werde, wann ich zum Basteln komme, weil ich denke: "Naja, wenn die Kinder im Bett sind... Immer dann, wenn ihr EUREN Hobbies nachgeht."
Sicherlich gehöre ich zu denen, die nicht stillsitzen können - ich mache immer etwas. Meist zwei Dinge nebeneinander. Geht hin und wieder schief und es würde mir auch gut tun einen Gang runterzuschalten, aber - das wissen viele, die auch Betreuungspflichten haben - nach einem Tag, der fast gänzlich vom Timing aller anderen bestimmt war, habe ich nicht nur Lust selbst wieder das Steuer in die Hand zu nehmen, um das Navigieren nicht zu verlernen, sondern habe auch - nachdem ich die erste "Die Kinder sind im Bett. Jetzt bin ich k.o."-Welle durchtaucht habe - einen irrsinnigen Drive etwas zu tun, was ich 14 Stunden lang nicht tun konnte.

Und dann ist da noch das kleine Detail am Rande... mein Mann ist Musiker - phasenweise viel unterwegs. Der alleinige Chef zu sein kostet zwar untertags mehr Energie, abends reduziert es aber die Termine und To Do's und genau dann geht basteltechnisch einiges weiter.




Und damit bin ich am Ende der laufenden veronicard-Serie, über die 3 am häufigsten gestellten Fragen, angekommen. Wenn ihr noch welche habt, dann immer nur her damit und ich werde sie in einem der nächsten Blogs beantworten.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen der Serie:
Der veronicard-Kern
Lohnt sich Selbermachen?
Was mich inspiriert


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