veronicard in Bella Italia

© ews.agency | Bernhard Fichtenbauer
Es freut mich, euch heute noch eine tolle Neuigkeit verraten zu können. Seit kurzem gibt es veronicard in Italien!

In Forlì, der Hauptstadt der italienischen Provinz Forlì-Cesena in Oberitalien, findet ihr das bezaubernde Blumengeschäft
flower power von Magdalena Waldecker genau hier:
P.le Ravaldino 16
47121 Forlì
Italia


Ich freue mich über diese Zusammenarbeit, die mir ein absolutes Urlaubsgefühl gibt.







Vielen Dank fürs Vorbeischauen!



Und DANKE! an den wunderbaren Bernhard Fichtenbauer von ews.agency für das perfekte Logodesign.

Das Juwel in der Thaliastraße

Vor einigen Tagen bin ich auf ein kleines Juwel gestoßen. Vom Brunnenmarkt kommend, rechts in die Thaliastraße einbiegen (zu Fuß versteht sich) und nach wenigen Metern in ein Paradies für Selbermacher eintauchen... Thaliastraße 24 - 1 Straßenbahnstation/5 Gehminuten von der U6 Station Thaliastraße entfernt - findet man ein Fachgeschäft für Knöpfe und Schneiderzubehör.

Die Inhaberin ist eine wunderbare Dame, die euch alles über Borten, Anhänger und Knöpfe sagen kann und mit ihrem Beruf mit Begeisterung nachgeht. Der kleine Laden ist genauso, wie ich es mag: bodenständig, in überschaubarer Größe und gleichzeitig im Sortiment toll aufgestellt, auf eine charmante Art nostalgisch angehaucht (in ein ähnliches Geschäft - ach was sag ich Geschäft... in einen ähnlichen Laden hat mich meine Oma schon mitgenommen, als ich noch nicht über den Tresen schauen konnte) und mit Dingen ausgestattet, die mit ihrem vintage look modern sind. Noch nie habe ich eine solche Vielfalt an Anhängern für Ketten, Armbänder oder Karten gesehen. Charm-Liebhaber aufgepasst!

Hier eine Auswahl:



Farbsortierungen lassen mein Herz höher schlagen
Diese Nähmaschine! ...und die Katze auf dem Sessel!
Die Schlüssel!
Gekauft habe ich mir den Hasen und das Schaukelpferd (oberste Kiste),
aber toll sind auch die beiden Eiffeltürmchen, die Glühbirne, die Vögelchen,
die Eulen...
Hier gibt es kaum was, was ich nicht toll finde. Der Korkenzieher?!
Löffel, Anker, Kompassnadel - einfach spitze
.
   


 
 

Die Preise pro Anhänger bewegen sich in etwa zwischen 50 Cent und 1,50 Euro.

Ein Besuch lohnt sich absolut.
Öffnungszeiten: Montag-Freitag 11:00-18:00, Samstag 9:00-12:00

Tipp: Bargeld mitnehmen - soweit ich weiß, gibt es keine Bankomatkassa, aber gleich am Eck von Brunnenmarkt und Thaliastraße ist sonst auch ein Bankomat.


Danke fürs Vorbeischauen bei veronicard!


Immer am neuesten Stand bleiben? @VlikeVeronika auf Twitter, Pinterest oder Google+ folgen!

Happy Birthday Geschmeidige Köstlichkeiten

Die österreichische Food-Bloggerin Claudia Braunstein feiert den 3. Geburtstag ihres erfolgreichen Blogs Geschmeidige Köstlichkeiten und lädt zur Rezeptparty. 



Claudia bloggt barrierefreie Rezepte für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen und berichtet über kulinarische Ausflüge. Auf fisch+fleisch erzählt Sie ganz offen mitreißende und bewegende Geschichten rund um ihre Krebserkrankung. Die Salzburgerin engagiert sich in der Selbsthilfe und begleitet Menschen mit Mundhöhlenkarzinomen. 

Herzlichen Glückwunsch!

Liebe Claudia, ich wünsche Dir alles Gute zum 3-jährigen Blog-Bestehen und viele sichere Verbindungen, Free Wifi und immer genügend Speicherplatz am Handy für Snapshots. Ich hab's schon oft geschrieben, aber ich kann es nicht genug betonen - ich lese wahnsinnig gerne von Dir!

Mein barrierefreies Rezept (bitte versteht es als Hommage an Claudia, dass ich als Foodstylist und Fotograf hier grad nicht berühmt werde, weiß ich. Aber ich verspreche, die Suppe schmeckt hervorragend):

Petersil-Schaumsüppchen
für 4 Personen
Dauer ca. 30 Minuten


1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Schuss Olivenöl
1 Bund Petersilie
1/2 - 3/4 Liter Gemüsefond

1/8 Obers
Salz und Pfeffer


Zwiebel würfeln und mit dem gehackten Knoblauch in Olivenöl anschwitzen.
Gewaschene Petersilie mit Stängel zugeben und mit dem Gemüsefond ablöschen. Petersilie weichkochen und pürieren.
Mit Obers verfeinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken.





Pimp my soup-Tipp: Ein bisschen deftiger auch herrlich mit Kartoffelrösti, ein bisschen geräucherter mit im Ofen gegrilltem Schwarzwälder-Schinkenspeck und ein bisschen knackig mit Grissini. Allerdings nicht barrierefrei.


Danke fürs Vorbeischauen!
  

veronicard im vormagazin

Ich freue mich wahnsinnig, Euch erzählen zu können, dass veronicard in der aktuellen Ausgabe des vormagazins ist. Dank der Kooperation zwischen der Meinungsplattform www.fischundfleisch.com, wo ich seit Februar 2015 regelmäßig blogge, und dem vormagazin, wird im meistgelesenen Monatsmagazin Wiens*, in jeder Ausgabe der|die BloggerIn des Monats vorgestellt. Es ist mir eine Ehre. Vielen, vielen Dank!





Portraitfoto im vormagazin © www.picco.at

* laut Mediaanalyse 2014/15

Was mich inspiriert

 Das Herzstück von veronicard, dem Selbermach-Projekt, das mich seit nun elf Jahren beschäftigt, sind Karten. Gruß- und Glückwunschkarten zu allen denkbaren Anlässen, die ich aus der Not heraus herzustellen begann. Der österreichische Markt ist sehr überschaubar, was ausgefallene und liebevoll gestaltete Karten betrifft. Es gibt nur wenige Geschäfte, die etwas anbieten, das ich bereit wäre für Geld zu erwerben und guten Gewissens an jemanden zu verschicken.


Vor 14 Jahren war ich das erste Mal in Großbritannien, einem Paradies für Karten- und Geschenkpapierliebhaber, und konnte mich kaum satt sehen an den herrlichen Farben und raffiniert gestalteten Karten. Ich MUSSTE, das selbst probieren. Meine ersten Gehversuche waren peinlich, aber die Jahre haben nicht nur Erfahrung mit den Werkstoffen, sondern auch eine Vielfalt an Werkzeug-Helferlein und jede Menge Ideen mit sich gebracht.

Eine der Fragen, die mir häufig gestellt wird ist, woher ich meine Inspirationen nehme. Ich finde nahezu alles inspirierend. Mode, Architektur, Möbeldesign, Musik, Textilien, Industrial Design, die Natur, Filme, das Material, das gerade vor mir liegt... Ich sehe eine raffiniert gefaltete Schachtel und überlege mir, wie sich das auf einer Karte umsetzen lässt. Ich sehe ein Haus, das allein durch seine Form wahnsinnig spannend aussieht und übertrage es auf das Papier. UND ich höre wahnsinnig gerne Musik bei der Kreativarbeit, was unterbewusst die Wahl meiner Farben und Materialien bestimmt. Es gibt Alben, die ich mit ganz bestimmten Karten verbinde - einen Winter lang habe ich das Michael Bublé Album It's Time rauf und runter gehört. Das hat für mich seither ein absolut weihnachtliches Flair.
Natürlich schaue ich auch, was andere, die auch in dem Bereich aktiv sind, machen. Zeitschriften bringen neue Ideen, die Hersteller der Materialien und Geräte (allen voran Stampin Up) bieten in ihren Katalogen, aber auch online unheimlich viele Tutorials. Pinterest ist eine nie versiegende Quelle an neuen Ideen.
Wesentlich ist aber: sich inspirieren lassen heißt nicht, zu kopieren. Sich den einen oder anderen Handgriff zu merken und selbst zu probieren macht definitiv Sinn, beim Selbermachen steht aber immer die eigene Leistung und Umsetzung im Vordergrund.





Danke fürs Vorbeischauen!


Und hier noch mein herbstlicher Lieblingssoundtrack zum Basteln, Jamie Cullum mit If I ruled the world.




Der Blog erscheint zeitgleich auf fischundfleisch.com.

Immer auf dem neuesten Stand bist du auf Twitter @VlikeVeronika, Google+ und Pinterest.

veronicard auf Pinterest


Du findest es schwierig, aufwendig und kompliziert Blogs regelmäßig zu folgen? Du willst dir das Lesen schenken und lieber durch Bilder browsen, die Geschichten erzählen? Die für sich selbst sprechen? Die mehr sagen als 1.000 Worte? Du magst Storyboards, Pinnwände, Fotos, Motivationswände und Collagen? Du hast es gern übersichtlich und sortiert?

Dann treffen wir uns doch einfach auf Pinterest.
Leichtes Verfolgen der neuesten veronicard-Projekte unter www.pinterest.com/veronikasworksp.





Du brauchst keinen Account!
Füge den Link zur veronicard-Pinnwand zu deinen Lesezeichen hinzu
und rufe ihn ab, wenn du Zeit und Lust hast.


      

Lohnt sich Selbermachen?

Oft werde ich gefragt, ob es sich überhaupt lohnt, Dinge in Handarbeit herzustellen. Darauf gibt es keine Antwort geradeheraus. Die Liebe zum Basteln und Tüfteln würde mich nötigen "Ja" zu sagen, doch ganz so einfach ist es nicht.

Wer ein Selbermacher werden will, braucht auf jeden Fall gehörig Geduld. Es war noch nie so einfach an fix fertige Produkte heranzukommen, wie es das heute, dank Online-Shops, ist. Nahezu alles ist nur die Eingabe der Kreditkartennummer und einen Bestätigungsklick weit entfernt. Man muss meist noch nicht einmal zur Post gehen, da die Pakete direkt zur Türschwelle gebracht werden. Man muss nichts dafür tun. ABER man muss eben auch nichts dafür tun - es ist so unendlich langweilig. Es ist keine Herausforderung.

Dabei sieht vieles, was man an Kleiderbügeln in Geschäften, in den Stellagen von Spielzeugläden und in hübschen Regalen von kleinen Boutiquen sieht eigentlich wahnsinnig simpel aus. So, als ob man es selbst machen könnte. Wer diesen Gedanken schon einmal hatte, ist auf einen guten Weg in Richtung Do It Yourself (DIY).

Machen kann man vieles, aber ob man genauso zufrieden - oder im Bestfall zufriedener - als mit dem Endresultat ist, wie mit einem gekauften Produkt, hängt nicht zuletzt vom eigenen Talent, dem Werkzeug, der investierten Zeit und auch davon ab, was man haben möchte. Will man eine möglichst gute Kopie eines Stückes aus dem Geschäft oder einfach nur die Idee aufgreifen, sie den eigenen Vorstellungen anpassen und mit den selbstgewählten Materialien zu etwas Individuellem formen? Wer eigentlich genau das Ding haben möchte, das es im Geschäft gibt, wird selten mit einer Eigenkreation glücklich werden. Wer keine Zeit hat, sich hinzusetzen und herauszufinden, wie man dieses Etwas anfertigt, sollte wohl auch eher kaufen. Wer aber lediglich die Idee des Produktes mag und noch hier und da Adaptionen und Verbesserungen für den eigenen Gebrauch sieht, der bewegt sich durchaus bereits im DIY-Feld.

Das Steckenpferd
Jeder Bastler muss sich zunächst darüber klar werden, was sein Steckenpferd ist. Meine Lieblingsmaterialien sind Papier und Karton sowie Stoffe und Bänder. Ich liebe es, Gegenstände oder das, was andere als Müll betrachten (Eierkartons, Metalldosen, Kartonrollen von Küchenrollen oder ähnlichem, bedruckte Verpackungen etc.), einem neuen Zweck zuzuführen. Die Hipster-Lobby der Bastelszene nennt das "upcycling", ich halte es da bodenständig mit "Restlverwertung". Das rentiert sich schon deshalb, weil das verwendete Material zum Großteil nichts kostet.
Links oben seht ihr die adrette Verpackung von Keksen, deren Geschmack
ich schon längst vergessen habe. Die Kartonage lebt in den Karten weiter.
Hier geht's zum vollständigen Blog über das "Restlfestl".

Doch es gibt auch Projekte aus neuem Material, die sich definitiv auszahlen. Nähen zum Beispiel. Das Nähen eines Kleides lohnt sich. Man darf das natürlich nicht mit den Bekleidungsketten im niedrigen Preissegment vergleichen. Zwar wird man für den Stoff in einem günstigen Stoffgeschäft knapp unter dem Preis für das Kleidungsstück im Geschäft bleiben, doch dazu kommt die Zeit des Schnitt(ab)zeichnens, des Stoffzuschneidens, des Nähens und die Kosten für den Schnitt/das Schnittheft. Vergleichen sollte man den Preis für sein selbstgemachtes Stück lieber mit dem Preis eines Schneiderstückes oder aus einer mittelpreisigen Boutique. Wer sich vor Augen führt, dass das eigens genähte Kleid ein Unikat ist, wird mir zustimmen, wenn ich meine, dass Nähen sich durchaus lohnt.


60ties-Kleid: schwer in € zu sagen, weil ein Teil des Stoffes Reste von
Mama waren und der Tüllunterrock das zerschnittene Opernballkleid ist,
da der Tüll vom Gedränge am Parkett mitgenommen war... aber rund 8€
neues Material + 9,90€ für den Schnitt
+ alter Tüllrock (selbstgemacht um ca 18€) + Mamas Stoffrest
 
Besagter Stoffrest von Mama fand auch hier schon Verwendung
(OH! Vielleicht wurde er erst zum Rest, als ich dieses Stück herausgeschnitten habe)
Das Schmuckboard war ein übriggebliebenes Parkettboden-Stück (Restl-Verwertung: 0€),
wattierter Stoff (ca. 3€), U-Hakerl und Nägel sowie der gepunktete Stoffrest,
Material definitiv unter 10€

Die IKEA Drömminge Couch: Die alten Bezüge hatten ausgedient,
das Sofa und Ersatzbezüge gab es aber nicht mehr, also gab es nur die Wahl
Couch weg oder Bezüge selbermachen: für 30-40€ für den gesamten Stoff
wurde die Couch rundum erneuert


Eines meiner Lieblingsshirts ist schon ganz verwaschen.
Ich hab den Schnitt abgezeichnet und mir aus dem lila gestreifen Jersey
von Textil Müller das Shirt nachgenäht (mittlerweile 3 Mal). Stoff: 3€/lfm

Für die Verkleidungskiste brauchen wir immer wieder was in neuen Größen und Farben.
Diesmal wurde es ein Tüllrock aus rotem Tüll mit Glitzereffekt.
Aus dem Restl-Schrank bei Textil Müller: etwa 1,5-2,5€
+ 52cm schwarzes Gummiband (30mm) für etwa 30 Cent/lfm

Das Wichtigste ist: DIY muss Spaß machen. Das fertige Produkt muss seinen Macher stolz machen, ihm einen Kick geben und vielleicht sogar Lust auf Mehr machen.

Die Frage, ob es sich lohnt etwas selbst zu machen, muss sich letztendlich also jeder Bastler (in spe) selber beantworten nachdem er Zeit, Geld und Mehrwert gegeneinander abgewogen hat.



Danke fürs Vorbeischauen!


Immer am neuesten Stand bleiben? @VlikeVeronika auf Twitter oder Google+ folgen!

Der Blog erscheint zeitgleich auf www.fischundfleisch.com

Der veronicard-Kern



In meinem vorletzten Blog habe ich 21 Papier-Bastelideen in den Ring geworfen und auf fischundfleisch.com, wo ich seit Februar 2015 regelmäßig blogge, versprochen (vielleicht vor allem mir selbst, aber ich weiß, ich habe es auch in die Tastatur getippt), eine kleine veronicard-Serie zu machen. Bevor ich die Fragen beantworte, die mir am häufigsten gestellt werden (wie etwa "Lohnt sich Selbermachen überhaupt?" oder "Woher nimmst du deine Ideen?"), werde ich heute versuchen, die Entstehung und den Kern von veronicard in Worte zu fassen. Etwas, wovor ich mich seit nun fast vier Jahren drücke. Warum? Das steht auf einem anderen Blatt.

Wie veronicard entstand


Im Frühjahr 2004 suchte ich intensiv nach liebevoll gestalteten und trotzdem leistbaren Hochzeitseinladungen für unseren großen Tag. Wir waren 20 und 22 Jahre alt, beide Studenten. Nichts, was in unserem Budget lag, entsprach dem, was ich mir als Visitenkarte für unser Fest vorstellen konnte und so sammelte ich Ideen und versuchte mich selbst als Bastlerin. Holprig und auf dem Gebiet Gruß- und Glückwunschkarten absolut unerfahren, machte ich meine ersten Gehversuche. Peinlich. Echt! Die Einladung zeige ich heute nicht gerne her, aber sie war der Anfang von etwas, was mir seither unheimlich viel Freude bereitet hat.

Ich besorgte mir meine ersten eigenen Stanzer und Bänder, 250g/m²-Kartenpapier und eine Schneidemaschine. Mit einem Kopf voller Ideen, einem Schreibtisch, der mit Probekarten und Kartenvariationen übersät war und einem leisen, doch permanenten Herzschlag für mein neugefundenes Hobby, begann ich dem Impuls nachzugehen - ahnungslos wohin er mich führen würde.

Einige Jahre habe ich nur für mich, später für meine Familie, dann den Freundeskreis und dann immer größer gezogene Kreise gebastelt. Lange Zeit stand veronicard - wie es schon im Namen steckt - für handgemachte Grußkarten. Karten, die jeden Anlass zu einem Ereignis machen. Ob Geburtstag, Hochzeit und Jahrestag, Geburt und Taufe oder auch nur eine liebevolle Einladung zum ganz normalen Nachmittagskaffee, der erste Schultag, die bestandene Prüfung oder ein einfaches "Ich denk an dich" - veronicards sollten den Zeilen des Absenders einen besonderen Rahmen geben.

Den Vibe hatte ich aus Großbritannien, wo meine Schwiegerfamilie lebt, mitgenommen. Ich kenne alleine drei Ketten mit unzähligen Filialen, die nur Grußkarten, Geschenkspapiere und Verpackungsaccessoires verkaufen. Neben diesen Ketten gibt es noch die vielen kleinen Läden, die auch alle ein breiteres Karten-Sortiment haben, als jede "Papier- & Schreibwaren"-Filiale in Österreich. Die in-laws schicken uns auch zu wirklich jedem kleinen Anlass Grüße in Kartenformat - zum Hochzeitstag, zur bestandenen Prüfung, als Dankesschreiben für einen Urlaub, den sie bei uns verbracht haben oder als Dankesschreiben dafür, dass wir unseren Urlaub mit ihnen verbracht haben (!). Sehr höflich. Sehr britisch. Aber auch einfach sehr nett und aufmerksam, und auch wenn ich nicht wild darauf bin das britische Verpflichtungsgefühl, das sich manchmal in diesen Kartenschreib-Politics versteckt, nach Österreich zu bringen, so finde ich es doch schön, wenn das traditionelle "Post bekommen" nicht verschwindet und man Menschen, an die man denkt, auch wirklich mit einer Karte überraschen kann, die an sich etwas ausdrückt. Die mehr sagt als 1.000 Worte, weil sie liebevoll erdacht und von Hand gemacht ist. Menschen, die meine Karten bekamen, fingen an nachzufragen, woher die seien, ob sie auch welche haben könnten und so habe ich weitergemacht.

Immer häufiger wurde ich nach einer Onlinegalerie gefragt, wo man sich die Karten ansehen kann. Lange habe ich mich dagegen gewehrt. Zu mühsam, zu aufwendig. Ich hatte einen energiesaugenden Job, mein Hobby - veronicard - sollte mich nicht belasten, sondern als Ausgleich dienen. 2011 wurde ich Mama und mit der kleinen Lady kam wieder mehr Zeit und Ruhe in mein Leben, also fing ich im November 2011 zu bloggen an.Eigentlich sollte es nur um die Karten gehen... eigentlich. Doch schon mit dem Feedback der ersten Do It Yourself-Challenge - die mittlerweile ein nicht wegzudenkender Bestandteil des veronicard-Blogs geworden ist - wurde deutlich, dass es viele offenbar genauso kreative Selbermacher im virtuellen Kosmos gibt und es machte und macht mir unheimlich viel Freude, Menschen zu erreichen und sie zum Selbermachen statt selber kaufen zu motivieren. Auch, wenn ich mir damit manchmal ins eigene Fleisch schneide, denn das - und damit bin ich beim Kern von veronicard angekommen - ist auch meine eigene Triebfeder: Ich möchte (mir) Sachen machen, die man SO nicht im Geschäft bekommt.

Eines bin ich bestimmt: ein funktionsorientierter Bastler. Ich mache, was mir Spaß macht und was ich im Hinblick auf (den finanziellen und zeitlichen) Input-Output als ausgewogen empfinde. Ein selbstgemachtes Erinnerungsalbum mit eigens gemachtem, handgeschöpftem Papier und einem ausgemessenen, maßgeschneiderten Einband aus Karton? Hübsch, aber nichts für mich. Meine Ideen müssen in überschaubarer Zeit, mit überschaubarem Aufwand, zählbaren Arbeitsschritten und zu einem vernünftigen Materialpreis umsetzbar sein - für mich und alle, die sich meine Ideen mit unter auch einfach nur abschauen. Ich will ermutigen, Gegenstände zu reparieren statt sie leichtfertig zu entsorgen. Ich zeige, dass man auch aus Omas wüst-gemusterter Essecke eine schöne Sitzgelegenheit machen kann. Oder dass man einzigartige Geschenke für einzigartige Menschen machen und aus Verpackungsmaterial tolle Restl-Karten zaubern kann.

Ich liebe 90°-Winkel, Asymmetrie ist für mich so, als wäre ich eine Katze, die man gegen den Strich streichelt. Stumpfe Klingen machen mich wahnsinnig, ich liebe es neue Papierbögen anzufangen und ich liebe es fast noch mehr Dinge aufzubrauchen. Ich wachse mit den Herausforderungen und so unrund mich Fehler (wie falsche Nähte, ein falscher Kleber, verschnittenes Papier oder widerwillige Schrauben und Nägel) auch machen, weiß ich, dass mich das erfolgreiche Scheitern schon häufig drei Schritte weiter gebracht hat, als der einfache Weg.


Wer sich damit identifizieren kann, ist hier goldrichtig.



Danke fürs Vorbeischauen!








Immer am neuesten Stand bleiben? @VlikeVeronika auf Twitter oder Google+ folgen!




Der Blog erscheint zeitgleich auf www.fischundfleisch.com

...weil die Hochzeitssaison noch nicht zu Ende ist

Die klassische Hochzeitssaison mag sich dem Ende zuneigen, geheiratet wird aber trotzdem fleißig und so versiegen auch die Anfragen für Hochzeitskarten nicht. Meine Kisten waren nach dem ersten Ansturm weitgehend geplündert, darum habe ich ein paar neue Karten gemacht - hier eine Auswahl.






Nicht neu, aber immer noch hoch im Kurs...









Ich wünsche euch allen viele schöne Feste - als Gäste, Crasher und First-Couple!
Danke fürs Vorbeischauen.