Stampin Up: What is all the fuss about?

Letzte Woche habe ich erstmals an einer Stampin Up Party teilgenommen. Abgesehen davon, dass ich die Gastgeberin schon lange nicht gesehen hatte und ein Pläuschen dringend nötig war, war meine stärkste Motivation dabei zu sein die, dass ich sehen wollte "what all the fuss is about". Stampin Up ist Bastlern weltweit zwar ein Begriff, doch da die Produkte nur nach dem Tupperware-Party-System verkauft werden (in Österreich erst sei 2012), ist es nicht möglich einfach mal ins gut sortierte Bastelgeschäft zu gehen und alles zu inspizieren.

Also: Gelegenheit beim Schopf gepackt.

Für das System "Party als Shoppinggelegenheit" muss man gemacht sein - das fällt mir nicht leicht. Der Vorteil ist - insbesondere bei Stampin Up - allerdings, dass man vor Ort einiges ausprobieren kann. Die Demonstratorin (so nennt Stampin Up die Verkäuferinnen) wird ein Projekt, das sie mit euch umsetzt, mitbringen und stellt im Zuge dessen einige Produkte vor.

Ich zeige euch das am besten mal mit Bildern



Wir haben diese beiden Projekte gemacht. Die Demonstratorin hat dafür das fertig geschnittene Papier, diverse Bänder, Stempelkissen, Perlen und Strasssteinchen sowie die Stempel und dazugehörigen Stanzer mitgebracht.

Es war also nicht so, dass man einfach drauflosbastelt. Alles sehr organisiert. Vorteil ist, dass auch weniger routinierte Bastlerinnen gut folgen können. Nachteil für Vielbastler ist, dass natürlich nicht AAAALLES da ist, was euch vielleicht interessiert. Die Demonstratorin gab aber gerne Auskunft.

Für die Teelichtkarte kam folgendes zum Einsatz:
- Falzbrett
- das Stempelset Christbaum Festival (deutscher Vertrieb) | Festival of Trees (englischer Vertrieb)
-  passende Christbaum Stanze (auch im Set erhältlich)
- das Für Dich Clear-Mount Bundle (also die Tag-Stempel + Stanzer)
- olivegrünes Stempelkissen sowie goldenes für Highlights
- diverse Bänder, aus denen man wählen konnte gemacht
- dies und das: Perlen, Strasssteinchen, Crystal Effects Glossy (eine Art Kleber mit dem man tolle schillernde Effekte zaubern kann (siehe schimmernde Punkte beim Christbaum))

Für die Schachtel wurde folgendes verwendet:
- Gift Box Punch Board
- Tag-Stempel und Stanzer aus dem Für Dich-Clear Mount Bundle

- Beeren-farbenes Stempelkissen
- diverse Bänder

Fazit: Ich habe (leider) Feuer gefangen. Die Stampin Up Produkte sind sehr gut durchdacht: Stempel und Stanzen passen zusammen, die Farben der Stempelkissen gehen mit aktuellen Modetrends mit, die Stempeldesigns sind zeitgemäß.
Zu den einzelnen Produkten gibt es auch wahnsinnig viele Tutorials und Beispiele im Internet... gebt bei Google mal  "Stampin Up Festival of Trees" 
ein - Wahnsinn!

Die Qualität der Stampin Up Produkte spricht für sich. Die Stempelfarben zB wirken (ich hab's jetzt natürlich nur an dem einen Abend ausprobiert) sehr satt und feucht - das Stempelkissen hat den Stempel richtiggehend angesaugt. Stempeln wird so zum Kinderspiel.
Dennoch glaube ich - vor allem um auch nicht an Individualität zu verlieren - darf man's auch gerne mit anderen Produkten mischen. Es muss ja nicht unbedingt vom Papier über die Stempel bis hin zum letzten Schliff alles von Stampin Up kommen. Das ist natürlich nicht zuletzt eine Preisfrage. Bänder und Papier gibt es im Handel beispielsweise deutlich günstiger. Allerdings - was die Stempel und Stanzer betrifft - gutes Werkzeug darf auch was kosten... Ihr habt nichts von billigen Stanzen, die nach 100x stanzen stumpf werden.


Ach ja - Stampin Up Produkte sind mit der Sizzix Big Shot kompatibel. PERFEKT!

Meine erste Bestellung habe ich aufgegeben. Ich halte euch am Laufenden, wie gut alles funktioniert.

Schal mit Händen stricken

Unlängst erreichte mich eine Nachricht einer Freundin, Monique, mit der Frage, ob denn das ginge... beigefügt war der Link zu folgendem Video-Tutorial von Handimania.



Das Video zeigt euch, wie ihr einen großmaschigen Schal stricken könnt, ohne Stricknadeln zu verwenden. Als Stricknadeln benutzt ihr eure Hände.

Liebe Monique und Selbermacher!

JA, DAS GEHT. Ich hab's ausprobiert.

Verwendet habe ich Steinbach Wolle, Big Bang Art. 50 in dunkelblau (Farbcode: 004), ein Knäuel hatte 100g was ca. 40 Meter Länge entspricht. Zusammensetzung: 75% Polyacryl, 25% Alpaka. Kosten: 3,99€ pro Knäuel (Wolle wird in der Anleitung doppelt genommen)




Anschlag: 12 Maschen

Schalbreite: ca. 30 Zentimeter
mit 2x40 Meter Woll-Knäuel (doppelter Faden) kam ich auf eine Länge von 65 Zentimeter. Das geht sich einmal schön um den Hals aus. Hübscher ist es als Tubeschal mit 8er-Schlinge. Dafür braucht ihr aber min. das Doppelte an Wolle und ich würde meinen noch ein halbes dazu (insges. also 5 Knäuel - das 5. wird geteilt - das heißt ihr habt Knäuel 1+2, 3+4 und 5 rollt ihr ab, schneidet es in der Mitte auseinander und macht 5+6 daraus). Das kommt natürlich auch auf die Größe eurer Maschen an und die variiert mit eurem Armumfang.

Dauer: die Dauer von 30 Minuten halte ich bei einem ersten Versuch für ziemlich untertrieben. Aber so in 1-1 1/2 Stunden schafft man das vermutlich, wenn man es zum ersten Mal macht. Das System ist einfach. Basisstrickkenntnisse schaden aber nicht, um das Tutorial zu verstehen.

Kosten: Billig ist die Angelegenheit nicht. Bulky Wolle ist nicht die günstigste und bei 5 Knäuel zu je 3,99 kommt man auf 19,95€.

Fazit: Um einigermaßen schnell ein selbstgemachtes Geschenk (für dich selbst) herzustellen, ist das eine witzige Idee. Trendy, warm und flauschig ist der handgestrickte Schal auch. Das Mini-Projekt eignet sich auch super für einen gemeinschaftlichen "Lass uns mal gemeinsam Stricken und Plaudern"-Abend, aber mit 200-600 Gramm Wolle als Handschellen um die Arme ist man auch schon recht gehandicapt - überlegt euch vorher was ihr alles aus der Küche braucht, weil "einfach mal die Stricknadeln beiseite legen" gibt's bei dem Projekt nicht.
Super neben einem spannenden Film zu machen!