Schräge Sammelleidenschaft oder "das heb ich noch auf"

Für eine brandaktuelle Sammelaktion mit Recycling-Charakter scrolle bitte
bis ans Ende des Eintrags - mitmachen lohnt sich.

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Jagen und Sammeln... irgendwie steckt das doch in allen von uns. Wir jagen unsren Träumen oder Menschen nach, wir sammeln Erfahrungen und Ideen. Sammeln Steine, Briefmarken, Sticker, Bierdeckel und Kronkorken, Handtaschen, Schuhe, Gitarren, ausgefallene Milch- und Weisheitszähne, Schmuck, Antiquitäten - ich habe auch schon von einem Mädl gehört, die all ihre Freunde bittet ihr von Reisen die Pickerl auf den Bananen mitzubringen. Menschen sammeln Gartenzwerge oder Überraschungseifiguren, Stäbchen aus dem Chinarestaurant, Bücher, Zeitungen, Comic Bücher, Insekten, Haustiere oder Hello Kitty Gegenstände - kenne sogar jemanden, der einen Hello Kitty Toaster und eine Hello Kitty Fritteuse hat. Eigentlich wird nichts nicht gesammelt.

Man muss schon sagen, dass ein paar Sammlungen skurriler sind als andere. 

Graham Barker zum Beispiel sammelt seit 1984 jeden Abend den Staub aus seinem Nabel und hat es damit sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Irgendwann wird er vielleicht einen Polster damit füllen.

Die österreichische Bäuerin Maria Gruber sammelt seit dreißig Jahren die verformten Hühnereier ihres Federviehs. Mittlerweile kann man die auch im Museum in Schwabach begutachten - da sind wirklich ein paar kuriose Formen dabei!

Carina Bielor aus Düsseldorf fürchtet vermutlich den Schnupfen wie der Teufel das Weihwasser, denn im Ernstfall muss sie sich über ihre Sammlung von Taschentuchpackungen hermachen.

Christian Sprang sammelt kuriose Todesanzeigen - sehr belustigend.


Was sammelt ihr denn so?

Ich dachte, ich wage heute ein Geständnis. Ich bin kein exzessiver Eine-Sache-Sammler habe aber gleich mehrere Dinge, die es mir dann doch immer wieder antun und von denen es dann schon ein paar zuhause gibt, sodass es für die einzelnen Kategorien zumindest einen designierten Platz gibt.

Die erste Sammlung, an die ich mich erinnern kann, war meine Seifensammlung - über zwei Bären, ein Krokodil, einen Hamster, eine Rose und ein paar Badeperlen bin ich nicht hinausgekommen.

Ich hatte mal eine beachtliche Sammlung von Bildchen aus diversen TV-Zeitschriften, aus denen ich meine Lieblingsfilme oder tolle Schauspieler ausgeschnitten und in eine Mappe geklebt habe. Sean Connery, Robert Redford, Paul Newman, Meg Ryan, Romy Schneider - tja, was soll ich sagen. Mit acht oder neun Jahren war mir scheinbar langweilig und das Internet gab's ja in der Form noch nicht.

Früher habe ich auch Sackerl, also Einkaufstüten, gesammelt - mittlerweile sind nur mehr die ganz besonderen übergeblieben... zum Beispiel die erste Papiertragetasche, die ich je bekommen habe und zwar von meiner Mama zum Geburtstag. Besonders ist auch das Sackerl aus dem berühmten World Trade Center Restaurant Windows on the World, die ich im Sommer 2001 aus NY mitgenommen habe.






Ich habe auch eine kleine Sammlung verschiedener Streichholzpackungen...









...vorzugsweise mit verschiedenfarbigen Schwefelköpfen.









Von meiner Papiersammlung brauche ich gar nicht anzufangen.
Bänder aus Seide, Satin, Samt, Gummi, Filz, Chiffon, Plastik und Stroh türmen sich in mehreren Kisten.


Stoffe, Wollreste, Knöpfe - was soll ich sagen, diese Sammelleidenschaft liegt mir schon in den Genen. Wahrscheinlich fällt das aber gar nicht unter "Sammlung", sondern in die Kategorie "das heb ich noch auf, könnte später nützlich sein". Genauso wie 3cm lange Buntstifte, die Satinbandschlaufen aus Kleidungsstücken (sofern sie eine schöne Farbe zum Basteln haben) an denen man das Gewand am Haken festmachen kann oder die leeren Gläser von heruntergebrannten Kerzen.




Eine nur vorrübergehende Sammlung ist die von den Mineralwasserflaschensockeln, weil man damit ganz spannende Dinge basteln kann - bin allerdings froh, wenn die wieder verschwinden.



Ich sammle leidenschaftlich gerne Metalldosen! Daran kann ich wirklich kaum vorbeigehen, weder in Geschäften, noch auf Flohmärkten. Wenn etwas in einer Metalldose verkauft wird, ist es mir fast egal was drinnen ist - ich möchte sie gerne haben.








Zum Basteln müssen immer wieder kurzzeitig kleine Sammlungen angelegt werden - wie zum Beispiel für die mit Stoff überzogenen Konservendosen...







...oder auch die Aschenbecherdosen bei der Gartenhochzeit.











Ich sammle weiße Bilderrahmen - oder mache sie mir weiß, wenn die Form hui aber die Farbe pfui ist.







Und Briefmarken, die man noch anfeuchten muss - leider gibt es immer häufiger nur mehr diese Sticker. Es ist auch keine klassische Briefmarkensammlung, sondern eine zum Basteln.

Eine Freundin von mir sammelt hübsche Kronkorken für ihre Ohrringe. Besucht sie doch mal auf ringlringl.blogspot.co.at




Aber jetzt interessiert mich brennend, was andere so alles sammeln oder ob es jemanden da draußen gibt, der sich zum Beispiel gerne seiner außergewöhnlich hübschen Kronkorken entledigen und sie Romy aka ringlringl schenken will?
Wer will Opas Briefmarken, die alle noch nicht abgelöst sind (oder auch die, die es schon sind) loswerden?



Ein brandaktuelles Sammelanliegen hat Regina Lustig mit ihrem Recyclingprogramm: für ihre Kinderkurse im Sommer braucht sie jährlich hunderte PET-Flaschen-Verschlüsse. Wer hilft uns ihre Vorräte aufzufüllen? Es ist ganz einfach - sammelt die Verschlüsse und sendet sie bis 25. Juni 2013 per Post an Regina Lustig, Ganglbauergasse 19/4, 1170 Wien (oder gebt sie mir und ich lasse sie ihr zukommen). Als Belohnung - Kopfgeld quasi - hat sie für alle besonders fleißigen Sammler, die 100 Verschlüsse auftreiben, ein Dankeschön in Form einer Tetrapak-Geldbörse ausgeschrieben.
Mitmachen und "Mist" zu neuem Leben verhelfen.

Des einen Müll, des anderen Schatz - man kann so vieles recyclen!
Vielleicht suchst du etwas Bestimmtes oder möchtest etwas loswerden - ich wäre gespannt zu erfahren was es ist.

Bis bald, 
Veronika



DIY-Challenge #22: Bugaboo-Dach "die 2."



Vor 20 DIY-Challenges habe ich es versprochen: irgendwann traue ich mich nochmal über ein Bugaboo-Dach, um das How-To ein bisschen zu verfeinern.








Den ersten Versuch könnt ihr euch hier noch einmal ansehen. Was mir damals nicht gefiel war, dass der Bezug auf den Seiten etwas kurz geraten ist. Außerdem habe ich mir etwas viel angetan, weil ich ihn doppelt, also 2-lagig, genäht habe, sodass man abgesehen von den beiden Stangenführungen keine Nähte sah. Dumm nur, dass der Stoff beim Waschen eingegangen ist und dann um 1cm zu kurz war. Alles war so knapp bemessen, dass man von da an nur mehr eine der beiden Teile klappen konnte. AUS FEHLERN LERNT MAN!



Lernerfolg #1: Einen Schnitt anfertigen!
Da es im Internet scheinbar keinen Schnitt gibt, nimmt man am besten einen Originalbezug, legt ihn auf ein Stück Papier und zeichnet Teil für Teil ab - am symmetrischsten wird es, wenn man die Hälfte zeichnet und dann spiegelt, immerhin ist der Bezug rechts und links ja gleich.


Lernerfolg #2: Den Stoff nicht doppelt nehmen - das ist was für Fortgeschrittene.



Lernerfolg #3: Die Mitte markieren.
Die Mitte mit einer Nadel markieren, um die Teile besser zusammenstecken zu können.

Viel Nahtzugabe nicht vergessen - da das Abzeichnen von dem Bezug nicht ganz einfach ist,
sollte man lieber mehr als zu wenig Nahtzugabe dazugeben
- kleiner machen kann man's immer noch.
Und, wie gesagt, die Waschmaschine tut ja auch noch das Übrige...
Lernerfolg #4: Die Stangenführungen gleich - wo es möglich ist - einnähen und nicht am Schluss separat aufnähen.



Hintere Stangenführung mit der gleichen Krümmung wie den großen Vorderteil in der Mitte
mit ca 7cm (inkl. Nahtzugabe) zuschneiden und die eine Seite, die schlussendlich näher vorne ist, umnähen.

Dann die Ränder der beiden großen Teile und die nicht abgenähte Seite der Stangenführung
aufeinander legen und zusammennähen.

Das sollte dann ungefähr so aussehen...

...und so wird's umgebogen und an den Vorderteil angenäht (nur an der Längsseite,
damit man auf der schmalen Seite die Stange einfädeln kann).
Was ihr hier seht ist quasi der Bezug von innen, so wie ihn das Baby sieht.

So, jetzt noch die vordere Stangenführung zuschneiden. Umnähen, annähen.

Sieht dann in etwa so aus.

Dann braucht man noch einen Hinterteil, der das Ganze am Bugaboo festhält.
Hier habe ich auch diesmal mit dem Ausmessen aufgegeben und einfach mal
nach Gefühl geschaut, was ich noch brauche, um einen sitzenden Bezug zu haben.
Hab mich dann für eine (noch) unschöne Variante entschieden,
die sich mit einem schönen Band aufhübschen lässt. Aber so hält es zumindest mal!

Das meinte ich mich NOCH unhübsch.

Diesmal geht der Stoff aber - JUHU - bis unter das Klappgelenk der Stangen bzw. des Verdecks.


Mit einem Stückchen Reststoff lässt sich auch mit drei einfachen Nähten ein Griffschutz nähen.
Wie? Den Umfang des Griffes messen (ich glaube es waren 12 cm + 3 cm Nahtzugabe
- bitte unbedingt nachprüfen bevor ihr euch ärgert) und dann die Länge des Griffes messen.
An den kurzen Seiten jeweils 0,5-1cm Stoff umlegen (Stoffhinterseite auf Stoffhinterseite) und umnähen.
In der Länge: die schöne Seite zueinander gewandt in der Hälfte zusammenlegen
und die lange Naht nähen. Den ganzen Stoffschlauch umdrehen und auf den Bügel stülpen.

Ich glaube, ich habe euch alles verraten, was ich diesmal dazu herausgefunden habe.
Bei konkreten Fragen könnt ihr euch aber natürlich gerne melden!

Gutes Gelingen!
Und wer sein Erfolgserlebnis hier gerne teilen möchte, schreibt mir bitte und ich lade eure Bilder und Erfahrungen mit dem hinterlistigen Stück Stoff gerne hoch!

Karten mit Spritzgittertechnik & Bildern von Rene Cloke

Diesmal habe ich ein Papier mit vier verschiedenen Designs von Rene Cloke mit Spritzgitter-Technik in Szene gesetzt.
Die Spritzgitter-Technik eignet sich auch wunderbar für erste Kartenexperimente mit Kindern.


2.6 € inkl. Kuvert

Papier von Rene Cloke








Schön, dass Du vorbeigeschaut hast.

DIY-Challenge #21: Stoffbuchstaben


In F.R.I.E.N.D.S - meiner absolut liebsten TV-Serie - bekommen Ross und Rachel ja ein Baby... Emma. An der Wand in Joey und Rachels Apartment hängt ein riesiges, aus Stoff genähtes E. Die Idee hat mir so gut gefallen, dass ich das auch mal ausprobieren wollte und die kleine Miss - die sich allerdings nur den ersten Buchstaben im Namen mit Emma teilt (so verrückt nach F.R.I.E.N.D.S sind wir dann auch wieder nicht) - hat einen Kuschelpolster bekommen.
Das Nähen mit versteckten - also innen verlaufenden - Nähten funktioniert für alle offenen Buchstaben (C, F, G, H, I, J, K, L, M, N, S, T, U, V, W, X, Y, Z), wobei manche natürlich aufwendiger sind als andere. Für die Buchstaben A, B, D, O, P, Q, R, die einen in sich geschlossenen Kreis haben, sieht die Sache etwas schwieriger aus und ist vermutlich am besten mit außen verlaufenden Nähten zu lösen, da man den Stoff hier nach dem Zusammennähen im Gegensatz zu allen anderen Buchstaben nicht mehr umdrehen kann.

Wenn jemand einen anderen Nähtipp hat, dann teilt ihn doch bitte mit allen hier Mitlesenden - in einem Kommentar oder einem eigenen Gastblogeintrag. Für letzteres einfach ein Mail an mich und ich stell's online. 


Teile spiegelverkehrt zuschneiden (da man sie nach dem Zusammennähen umdreht)
dummerweise habe ich den Stoff auf dem Foto zur zusätzlichen Verwirrung
auf dem Kopf stehend abgebildet, aber wenn ihr euch das kurz durchdenkt
versteht ihr bestimmt was ich meine

die einzelnen Mittelstücke zu einem langen Band vernähen


Die schönen Seiten zueinander gewandt die Seitenteile mit den großen E-Flächen vernähen

0,5cm vor Stoffende das Füßchen heben, die Nadel noch im Stoff lassen
und den E-Teil auf den Seitenteil heben - ohne auszuspannen weiternähen.

Ober- und Seitenteil sind vernäht, unten links muss noch eine Kante eingenäht werden,
sodass die Streifen vom Seitenteil ganz rundherum gehen...

...und zwar in dem man die Kante weiterführt...

...und innen eine weitere Naht macht. Jetzt geht der gestreifte Teil rundherum.Dann noch den Unterteil genauso wie den Oberteil mit dem Seitenteil vernähen,
ein ca. 10cm großes Stück zum Von-Innen-Nach-Außen-Stülpen offen lassen,
mit Füllwatte füllen,
den 10cm-Teil händisch oder mit der Maschine außen zunähen.
Fertig.