DIY-Challenge #9: Palettencouch

Mit gemischten Gefühlen habe ich letzte Woche feststellen müssen, dass der Hype um Industrial-Möbel vermischt mit Landhausflair gerade sehr hoch ist und ich mit dem Do-It-Yourself-Projekt Palettencouch zwar dem Anspruch auf ein one-of-a-kind-Möbelstück gerecht werde, aber definitiv nicht die Einzige bin, die das Projekt in Angriff nimmt. Die Idee kam via Google-Suche: Einrichtungsideen für ein Loft mit weißem Holzfußboden.

Nach dem letzten Couchprojekt dachte ich, dass es nun für eine ganze Weile reicht - keine überdimensionierten Schaumstoffklötze mehr, keine Nackenrollen und Polsterüberzüge mehr. Weit gefehlt. Nur ein paar Wochen später kam die neue Wohnung und mit ihr, der Verkauf der alten Möbel und die völlige Neuorientierung was den Wohnstil betrifft. Eine neue Couch musste her. Die Palettencouch aus dem Internet hat uns nicht mehr losgelassen und so haben wir uns Schritt für Schritt an das Ziel herangearbeitet:

1. Euro-Paletten auf willhaben.at suchen
2. Paletten abschleifen
3. Paletten mit Holzlack lackieren
4. anordnen wie man sie haben möchte und mit Winkeln zusammenschrauben
5. Schaumstoff besorgen und zuschneiden
6. Bezüge nähen (diesmal habe ich es mir leicht gemacht und einen langen Schlauch genäht, die Matratze hineingesteckt und den Stoff an den Seiten wie bei einem Geschenk eingeschlagen. Mit Sicherheitsnadeln befestigt und fertig. Entweder lasse ich es so - Industrial-Chic all the way - oder werde es nach dem nächsten Mal Waschen an der Seite, die man sieht zunähen.
schwierige Stoffauswahl: zu schmal
...zu braun (links), zu durchsichtig (rechts)...
 


Die Abstände zwischen den Palettenbrettern können zB als Zeitschriftenablage oder - so wie hier - als CD-Regal genutzt werden. Damit die CDs nicht nach hinten rutschen ist es sinnvoll nach der ersten Palettenplanke ein Holzbrett (oder festen Karton) zu befestigen.

Kosten: 
- Paletten (neu um 11 Euro/Stück im Baumarkt zu haben), gebraucht gibt's die, wenn man Glück hat, schon geschenkt (Danke Peter!)
- Schleifpapier und Holzlack
- Stoff ca. 40 Euro aufwärts
- Schaumstoff ist in der Größe und Stärke sehr teuer und am besten über Schaumstofflieferanten (online) zu beziehen, da der Anbieter uns allerdings nie unsere Anfrage beantwortet hat, haben wir uns schlussendlich für die deutlich günstigere und unkomplizierte Variante entschieden und Freunde um ihre gebrauchten, aber nicht sehr alten und gepflegten Matratzen gebeten (Matratzen mit waschbaren Schonbezügen sind da eine sehr gute Variante). War also auch ein großer Kostenfaktor, der schlussendlich weggefallen ist.

Zeitaufwand:
Es ist ein Großprojekt, das muss ich zugeben. Drei Nachmittage mit viel Hilfe wird es mindestens gedauert habe. 

Danke fürs Vorbeischauen!

DIY-Challenge #8: Der mobile Zeitschriftenständer

Erde, Holz, Natur - das Motto des neuen Wohnzimmers ist nicht nur die Verwirklichung eines lang gehegten Wunschtraumes in allen erd(-d)enklichen Brauntönen, kombiniert mit Weiß, Reinweiß, Schneeweiß, Off-White und wie sie alle heißen, sondern auch eine genaue Shoppingvorgabe, was die Einrichtung betrifft. Und was es nicht zu kaufen gibt,...

...wird selbst gemacht.


1. Alte Weinkiste auf willhaben.at erstanden




2. lange auf ein Rollen-Angebot bei Hofer gewartet, dann schon bei allen Bauhäusern geschaut, festgestellt, dass die vernünftigen Rollen so um die 5 Euro das Stück kosten und schlussendlich draufgekommen, dass es bei IKEA 4 Rollen um 2,99 € gibt



 
3. Rollen montieren

4. Coffee Table Books und Magazine hinein stellen


Fertig!





Danke für's Vorbeischauen.

Bis zum nächsten Mal - dann gibt's die Couch aus Europaletten.

DIY-Challenge #7: Schmuckboard



Heute gibt's einen speziellen Blog-Eintrag für alle schmucken Ladies. Ein ganz großes Dankeschön schicke ich gleich vorweg an die liebste Frau Mag. C(J) A.-to-be, die sich der Erfindung dieses Schmuckboards rühmen darf und mir erlaubt hat euch die Idee vorzuführen.





Bislang mussten meine Ohrringe auf einem 50 Cent Plastikteil aus der Markthalle von einem großen schwedischen Möbelhaus wohnen - keine Ahnung wofür das eigentlich gedacht ist. Für die Ohrstecker ist das auch eine recht praktikable Lösung, die hängenden Ohrringe sind dafür aber zu lang.
Man nehme ein Holzbrett in passender Größe - abhängig von der großen, mittleren oder kleinen Vielzahl eurer Ohrringe und Ketten -, Stoff, eine Tackermaschine, U-Hakerl, Nägel, 2 Bilderrahmenaufhänger, Schere und Hammer.
Stoff entweder einfach drüberspannen, oder so wie hier noch eine Extralage wattierten Stoff für einen weicheren Look unterlegen (auf diesem Foto sieht man oben rechts noch ein Stück von dem wattierten Stoff herausschauen).
Stoff umschlagen und antackern.
Am unteren Rand Nägel für die Ketten einschlagen.
U-Hakerl entweder symmetrisch oder kreuz und quer versetzt einschlagen - nicht vergessen:  die hängenden Ohrringe brauchen Platz, also nach rechts, links und unten Raum lassen.
Bilderrahmenaufhängevorrichtung einschlagen - am besten 2 - 3 , je nach dem wieviel Gewicht sie zu tragen haben.






Wer alles in einem haben möchte, kann sich ein kleines Holzschälchen (zB eine hölzerne Seifenhalterung oder eine kleine hölzerne Dose) als kleinen Ohrsteckerteller am oberen oder unteren  Rand mit einem Nagel befestigen.


Danke fürs Vorbeischauen.